Bützow : Seine Kunst wächst am Wegesrand

Der Bützower Jens-Udo Zießnitz stellt einige seiner schönsten Aufnahmen, wie diese Steilküste, im Kunsthaus aus.
Foto:
Der Bützower Jens-Udo Zießnitz stellt einige seiner schönsten Aufnahmen, wie diese Steilküste, im Kunsthaus aus.

Der Bützower Jens-Udo Zießnitz zeigt Fotos seiner Deutschland-Streifzüge im Kunsthaus aus. Keine Menschen und Gebäude im Fokus.

svz.de von
30. Juli 2014, 17:34 Uhr

Die Sonne macht die braune, dunkle Erde zu einem Spiegel. Wohl nur an einem Abend, nur für ein paar Minuten. Aber genau in diesen Minuten hat er den Auslöser seiner Kamera gedrückt. Doch diese Aufnahme eines frisch gepflügten Ackers hinter dem sich die Sonne in den Untergang verabschiedet – aufgenommen in der Nähe von Bützow – ist nur eine von ganz vielen Momentaufnahmen, die Jens-Udo Zießnitz festgehalten hat. Einen Teil dieser eingefangenen Augenblicke und auch Gefüge zeigt der Bützower ab Sonnabend im Kunsthaus in der Langestraße 20.

Unter dem Titel „am Wegesrand“ zeigt er Fotos, die er am Wegesrand auf seinen kleinen und großen Reisen durch Deutschland festgehalten hat. „Ganz oft habe ich die Kamera dabei. Manchmal bleibt sie auch in der Tasche“, erzählt Zießnitz. Es gibt aber auch Tage, da bleiben besonders schöne Strukturen, Landschaften und Stimmungen unfotografiert. Es lasse sich eben nicht jeder Moment festhalten.

Seit gut 20 Jahren widmet der gebürtige Bützower sich in seiner Freizeit dieser Leidenschaft. Vor allem sind es Landschaftsaufnahmen, die er mit seiner Kamera macht. „Die Menschen oder Gebäude stehen bei dieser Sache nie im Fokus. Sie sind eher zufällig mal auf dem einen oder anderen Bild“, erläutert Jens-Udo Zießnitz.

Er sucht viel mehr Motive der Nähe, Strukturen, Stimmungen sowie interessante und regionaltypische Landschaftsformationen. So wird eine gewisse Zeitlosigkeit des Objektes sichtbar.

Und noch eines fällt auf: Alle Werke sind unbearbeitet. „Ich zeige es so, wie es auch wirklich war. Nur bei einem Ausstellungsstück habe ich auf die Form der Collage zurückgegriffen. Der Rest ist sozusagen unbehandelt“, sagt Zießnitz. Und gern experimentiert er auch mit dem Licht. „Ich fotografiere manchmal direkt hinein, das gibt sehr schöne Aufnahmen.“ Und wie das dann aussieht, können die Besucher des Kunsthauses ab Sonnabend um 15 Uhr sehen. Dann wird die Ausstellung eröffnet.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen