Scwhaan : Seine Berufung: Menschen helfen

Thomas Kulow-Krehl (l.) erhält die Glückwünsche von Amtsvorsteher Rüdiger Zöllig zur Wahl in das neue Ehrenamt.
Thomas Kulow-Krehl (l.) erhält die Glückwünsche von Amtsvorsteher Rüdiger Zöllig zur Wahl in das neue Ehrenamt.

Thomas Kulow-Krehl zum neuem Amtswehrführer gewählt / Sein Ziel: Gemeinsame Ausbildung der Wehren intensiveren

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14. November 2015, 10:00 Uhr

Schwaan Das Amt Schwaan hat einen neuen Chef für die  Feuerwehren im Amtsbereich. Am Donnerstagabend bestätigten die Vertreter aller acht Wehren die Kandidatur von Thomas Kulow-Krehl. Der 34-Jährige möchte zum 1. Januar die Nachfolge von Karl-Heinz Stiehm antreten. Der Amtsinhaber hatte Anfang der Woche seinen 65. Geburtstag gefeiert und sich in den Feuerwehrruhestand verabschiedet.

Die Wahl von Kulow-Krehl muss noch auf der Sitzung des Amtsausschusses am 26. November bestätigt werden.

Er freue sich auf die neue Herausforderung, sagt der gebürtige Wismaraner. „Ich bin ein Mensch, der sich auch verändern, nicht auf einer Stufe stehen bleiben möchte“, begründet er seine Kandidatur für dieses Ehrenamt.

Schon von klein auf an habe er sich für die Feuerwehr interessiert. „Wenn man sagt, es sei eine Berufung, anderen Menschen zu helfen, dann ist das nicht übertrieben.“  Seit 1997 sei er  aktives Mitglied in der Feuerwehr. Zunächst in Wismar, später in Dorf Mecklenburg und in Prohn und jetzt in Schwaan. Vor vier Jahren zog er in die Warnowstadt. „Meine Frau kommt aus Schwaan.“ Erst war der Umzug und dann habe er sich gleich bei der Schwaaner Wehr angemeldet, erzählt der Berufssoldat. Hier brachte er sich gleich mit neuen Ideen ein. Zum Beispiel mit der Initiative, eine  First Respondergruppe (siehe Hintergrund) aufzubauen. Die ist mittlerweile im Einsatz. „Seit Juli läuft das. Auch meine Frau Catrin Krehl ist mit dabei.“

Für sein neues Ehrenamt hat Thomas Kulow-Krehl schon konkrete Vorstellungen. Dabei sagt er ganz bewusst: „Es geht nicht darum, etwas besser zu machen, aber vielleicht etwas anders.“ Wichtig ist ihm vor allem, dass es an der Ausstattung der Wehren keine Abstriche gibt. Er werde sich mit Karl-Heinz Stiehm noch zusammensetzen, um zu sehen, wie die einzelnen Wehren des Amtes ausgestattet sind.

„Stadtwehr ist auf jede Ortswehr angewiesen“Ein wichtiges Augenmerk möchte er als Amtswehrführer künftig auf die gemeinsame Ausbildung der Wehren legen. „Wir Schwaaner als Stadtfeuerwehr sind zwar zahlenmäßig die größte, doch gerade am Tage, sind auch wir auf jede einzelne Ortsfeuerwehr angewiesen.“ Denn wie vielerorts gebe es auch im Amt Schwaan das Problem, dass viele aktive Kameraden auswärts arbeiten und damit am Tage oftmals nicht einsatzfähig seien. „Deshalb möchte ich die Ausbildung der Wehren noch stärker zusammenfassen. Wenn dann am Tage Kräfte der verschiedenen Wehren zusammenarbeiten, ist es wichtig, dass sie eine Sprache sprechen, den gleichen Ausbildungsstand haben.“

Das erfordert, dass die Ausbildung zusammengelegt und intensiviert wird. Der 34-Jährige nennt ein weiteres Beispiel: „Die Schwaaner Wehr verfügt über die materiellen Voraussetzungen für technische Hilfeleistungen.  Wenn am Tage dann Kameraden anderer Wehren mit zum Einsatz kommen, ist es wichtig, dass sie auch diese Technik beherrschen.“ Dazu gehören zum Beispiel Spreize und Schere, wie sie unter anderem bei schweren Unfällen zum Einsatz kommen, um Verletzte aus Autos zu bergen.

Dass er das neue Ehrenamt ausfüllen kann, davon ist der 34-Jährige überzeugt, auch weil er auf eine „verständnisvolle Frau“ bauen kann.

Die Familie mit der gemeinsamen Tochter sei sein Rückzugsort, wenn er nicht beruflich oder als Feuerwehrmann im Einsatz ist.

Ralf Badenschier

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