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Bützower Zeitung

21. August 2017 | 04:41 Uhr

Schwaan : Schwaaner räumen auf

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der 7. Umwelttag war wieder ein Erfolg. Über 100 Helfer insgesamt im Einsatz. Jetzt deutlich weniger Müll im Stadtgebiet.

Die Stadt Schwaan startet aufgeräumt in den Wonnemonat Mai. Dafür sorgten am Sonnabend zahlreiche Einwohner, Mitglieder von Vereinen, Parteien und Unternehmen. Der Umwelttag zeigte aber auch, es wird deutlich weniger Unrat einfach irgendwo in die freie Natur geworfen.

Der launische April verabschiedet sich an diesem Sonnabendvormittag mit reichlich Sonne. Zusätzliche Motivation für die vielen Helfer, die sich an dieser siebten Auflage des Schwaaner Umwelttages beteiligen.

Kurz nach 10 Uhr ist es noch ruhig auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr in der Rostocker Straße. Doch in den Räumen liegt Essenduft in der Luft. Egon Baun von der Feuerwehr hat zwei riesige Töpfe auf zwei Gaskochern zu stehen. Wenn in zwei Stunden die viele Teilnehmer des Umwelttages auf das Gelände strömen, sollen die 150 Portionen Erbseneintopf fertig sein.

Zur gleichen Zeit in der Marienstraße. Arno Eichert und weitere Mitglieder des Schwaaner Carnevalsverein gehen den Blick nach unten gerichtet durch die Straßen bis hin zum Bahnhof. Kleine Papierschnipsel, Zigarettenstummel und anderes wandert in einen blauen Sack, den einer der Karnevalisten auf dem Rücken trägt. Schon hier wird sichtbar: Schwaan zeigt sich relativ sauber.

Am Ende des Wiendorfer Weges war schon ein Aufräumtrupp. Am Wegesrand liegt ein Stapel alter Autoreifen. Die werden später durch die Mitarbeiter des Bauhofes eingesammelt, wie auch die anderen blauen Säcke, die im gesamten Stadtgebiet an den Straßenrändern liegen.

In der Niendorfer Chaussee sind Mitglieder des Modeleisenbahn-Clubs Schwaan unterwegs und sammeln unter anderem kleine und größere Flaschen, Dosen, Zigarettenschachteln ein. Sie seien zum vierten Mal beim Umwelttag dabei, erzählt Torsten Hennings. „Es macht in der Gemeinschaft einfach Spaß und wir tun etwas für eine saubere Stadt“, erklärt Heinrich Horstmann aus Vorbeck. Vereinskollege Edwin Kruse ist sogar aus Diekhof angereist. „Und wir könne sagen, mit vier Leuten sind mehr als 50 Prozent der Vereinsmitglieder dabei“, sagt Torsten Hennings und lacht.

Mit Spaß bei der Sache sind auch Katrin Feilcke, die in Schwaan eine Hundeschule betreibt, und ihre drei Mitstreiterinnen. Obwohl sie es überhaupt nicht lustig finden, dass jemand im Wald hinter dem Hundeübungsplatz seinen Hausrat und mehr entsorgt hat – Batterien, Autoteile, die Sitzbank eines Moped, Musikboxen. „Aber wir haben auch einen Brief mit einer Adresse gefunden“, erzählt Runa Witt. Empört sind die Frauen, als plötzlich in hundert Meter Entfernung ein Mann mit dem Auto vorfährt und am Waldrand seinen Rasenschnitt entsorgt.

Doch solche Umweltsünden werden weniger. „Es liegt nicht mehr so viel rum wie im Vorjahr“, stellt zum Beispiel auch Manfred Poniatowski vom Tierschutzverein Schwaan fest. Er und weitere Mitglieder waren auch in diesem Jahr wieder im Waldgebiet „Kiek ut“ an der Letschower Chaussee im Einsatz.

Mächtig gewirbelt wird auch rund um das Vereinsgelände des Hundevereins Schwaan. „Wir nutzen den Tag immer gleich für unseren Arbeitseinsatz. Der Termin ist langfristig bekannt und so kann sich jeder darauf einstellen“, erzählt der Vorsitzende Norbert Wilm.

Bürgermeister Mathias Schauer und Amtsleiterin Viola Präfke sind sehr zufrieden mit der Zahl der vielen Helfer und auch damit, dass diese deutlich weniger zu tun haben. „Es scheint mit den Jahren ein gewisser Erziehungseffekt eingetreten zu sein“, meint Viola Präfke.

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erstellt am 02.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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