Projekt „Zeitensprünge“ : Schwaaner Ansichten in Schwerin

Präsentieren die alten und neuen Fotos aus Schwaan schon mal im Jugendclub: Mandy Wehner, Vivien Pyl, Justin Patschäke, Florian Kunze, Horst Born, Jörg Quandt und Anne Noberat (v.l.n.r.).
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Präsentieren die alten und neuen Fotos aus Schwaan schon mal im Jugendclub: Mandy Wehner, Vivien Pyl, Justin Patschäke, Florian Kunze, Horst Born, Jörg Quandt und Anne Noberat (v.l.n.r.).

Jugendliche zeigen Ergebnisse des Projektes „Zeitensprünge“ am kommenden Dienstag im Schloss der Landeshauptstadt

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16. November 2017, 06:00 Uhr

Manchmal sind die Veränderungen offensichtlich, manchmal muss das Auge schon länger suchen, um die Neuerungen zu erkennen. Die Jugendlichen des Schwaaner Jugendclubs „JotCee“ haben es sich zur Aufgabe gemacht, Schwaaner Örtlichkeiten auf alten Fotos in der heutigen Zeit wiederzufinden und ihnen neue Fotos gegenüberzustellen. Die Aktion „Zeitensprünge“ steht unter dem Motto „Schwaan im Wandel der Zeit“ und wird vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales gefördert. Initiator dabei war der Landesjugendring MV.

Am 21. November fährt der Leiter des Jugendclubs, Jörg Quandt, mit den beteiligten Jugendlichen zum Schweriner Schloss, um das Projekt seiner Schützlinge beim Jugendgeschichtstag Mecklenburg Vorpommern vorzustellen. Vertreter der Landesregierung und Landtagsabgeordnete werden dann mit den Jugendlichen, die an den Fotos mitgewirkt haben, ins Gespräch kommen.

„Das Projekt ist sowohl ein geschichts- als auch generationsübergreifendes Projekt. Die alten Fotos haben wir vom Seniorenclub Schwaan zur Verfügung gestellt bekommen. Danach sind die Jugendlichen losgezogen, um die Plätze und Gebäude erneut zu fotografieren“, erzählt Jörg Quandt. Herausgekommen sei eine kontrastreiche Ausstellung, dessen weiteste Zeitspanne zweier Fotos vom Rathaus mitsamt der St.-Paulskirche von 1865 bis 2017 reicht. Vielen Neugestaltungen war auch die Warnowbrücke im Lauf der Jahrhunderte unterworfen. So wandelte sie sich seit 1328 von einem Holzbau- über eine Hubbrücke aus Stahl und Beton bis hin zu ihrer heutigen, modernen Form.

„Die Senioren haben am ehesten die alten Bilder ihrer Heimat. Die haben wir alle gesammelt und dann eine Auswahl getroffen. Dabei kamen natürlich viele alte Erinnerungen hoch“, sagt Anne Noberat, die den Schwaaner Seniorenclub leitet. Am 2. Dezember präsentiere man die Ausstellung zudem im Seniorenclub. „Viele der Senioren kommen ja nicht mehr raus und so bekommen sie mit, wie sich Schwaan entwickelt. Es ist einfach ein schöner Jahresabschluss für uns.“ Für die Heranwachsenden sei es dagegen eine spannende Erfahrung gewesen. „Sie kannten ja gar nicht die Urzustände hier in Schwaan“, sagt Anne Noberat. Es wäre gar nicht so einfach gewesen, die Orte alle wiederzufinden. Aber Spaß gemacht habe es auf jeden Fall, meint Justin Patschäke, der als einer der Jugendlichen auch die Fotos mit auswählte. Für die Reise zum Jugendgeschichtstag nach Schwerin gibt es obendrauf noch T-Shirts vom Landesjugendring und einen Tag schulfrei.

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