Bevölkerungsentwicklung : Schwaan knackt die 5000er-Marke

Hier am Vorbecker Landweg entstehen seit Jahren neue Eigenheime. Längst ist auch dieser Gehweg schon befestigt.
Hier am Vorbecker Landweg entstehen seit Jahren neue Eigenheime. Längst ist auch dieser Gehweg schon befestigt.

Zahl der Einwohner steigt nach Tiefpunkt im Jahr 2014 wieder an / Neue Bauplätze sollen diesen Trend weiter unterstützen

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13. Januar 2018, 12:00 Uhr

Seit Jahren kämpft Stadtvertreter Wolfgang Matuschek (CDU) um eine noch besser Anbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) an große Metropolen, natürlich insbesondere in die Hansestadt Rostock, aber auch in den Nordwesten oder in den Süden, speziell in die Bundeshauptstadt. „Vor allem die zentrale Lage im Landkreis Rostock, sowie die gute Einbindung in den ÖPNV macht Schwaan für junge Familien attraktiv“, ist Wolfgang Matuschek überzeugt. Und mehr Einwohner seien andersherum ein gutes Argument, um eine bessere Anbindung an den ÖPNV zu fordern. Und deshalb freut es den Schwaaner auch, dass nach Jahren des Abschwungs nun wieder ein Aufschwung bei den Einwohnerzahlen zu verzeichnen ist. Nicht nur in Schwaan, sondern auch in den Gemeinden des Amtes. „Ich beschäftige mich seit Jahrzehnten mit diesen Zahlen“, erzählt der engagierte Stadtvertreter, der nun die aktuellen Werte zusammengetragen hat.

Danach steht für Schwaan bereits im dritten Jahr nacheinander wieder die 5 an vorderster Stelle. Am 31. Dezember waren es 5060 Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder, die in Schwaan lebten. Im Jahr eins nach der Wende zählte Schwaan noch 5540 Einwohner. Dieser Wert schwankte in den folgenden zehn Jahren sehr stark. So lebten zum Beispiel 1994 nur 5130 Menschen in der Stadt an der Warnow, zur Jahrtausendwende waren es sogar mehr als 1990, nämlich 5569. Danach jedoch fiel die Einwohnerzahl von Schwaan und erreichte schließlich 2014 den tiefsten Wert mit 4982. Ursache für diese Entwicklung können ebenfalls den statistischen Erhebungen von Wolfgang Matuschek entnommen werden.

Eine ist die nach wie vor große Differenz zwischen den Menschen, die für immer die Augen schließen und denen, die das Licht der Welt erblickten. Wurden zum Beispiel im vergangenen Jahr in Schwaan 36 Neugeborene registriert, gab es im gleichen Zeitraum 85 Sterbefälle. Diese Tendenz wird leider nicht durch den zweiten Aspekt dieser Berechnung aufgefangen. Nämlich die Frage danach, wie viele Menschen wegziehen und wie viele, die in Schwaan ihr neues Zuhause gefunden haben. In den letzten fünf Jahren stand vor der Differenz dieser beiden Werte immer ein Plus. Im vergangenen Jahr wurde sogar der zweitbeste Wert seit 1990 erzielt. Den 316 Zuzügen standen nur 185 Wegzüge entgegen. Ein Plus von 132. Nur 1997 betrug dieser Wert sogar 254.

Wolfgang Matuschek sieht vor allem in dem großen Angebot an Bauplätzen, die in den zurückliegenden Jahren erschlossen wurden, ein Grund für diese positive Entwicklung. Und diese werde weitergehen, sagt der Stadtvertreter. So sollen in diesem Jahr allein im Baugebiet „Vorbecker Landweg West, Teil 2“ weitere 49 Grundstücken erschlossen werden. Auch auf dem Gelände des ehemaligen ZBO Landbau in der Niendorfer Chaussee plant ein privater Investor ein Baugebiet mit 30 Baugrundstücken (SVZ berichtete). „Dort muss noch die Industriebrache abgerissen, das Gelände saniert und ein B-Plan erstellt werden“, so Wolfgang Matuschek.

Die Stadtvertreter hätten mit weiteren Beschlüssen den Weg frei gemacht, den Wohnstandort Schwaan weiterzuentwickeln. Dazu zählt Matuschek den Verkauf eines Grundstücks in der Bützower Straße an den DRK-Kreisverband Bad Doberan. Dort sollen unter anderem eine Kindertagesstätte entstehen und es soll ein Standort für Betreutes Wohnen werden, so Wolfgang Matuschek. Das alles trage mit dazu bei, die Standortfaktoren zu stärken.




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