Bützow : Schuldnern aus der Klemme helfen

Astrid Peters ist für viele Schuldner der letzte Rettungsanker.
Astrid Peters ist für viele Schuldner der letzte Rettungsanker.

Zurzeit 153 Fälle in der Schuldnerberatung / Viele Bürger im letzten Jahr entschuldet / 2014 Reform des Verbraucherinsolvenzverfahrens

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17. Februar 2014, 16:04 Uhr

Die Zeiten haben sich geändert. Kamen früher viele Bürger noch mit einem beschämten Gefühl zur Schuldnerberatung, so haben heute vor allem viele Jugendliche diese Scheu nicht mehr. Die Schuldnerberatung ist salonfähig geworden. Diese Erfahrung macht Astrid Peters, die seit über 20 Jahren die Schuldnerberatungen des Arbeitslosenverbandes in Bützow und Teterow betreut, verstärkt in letzter Zeit.

153 Fälle werden zurzeit durch die Schuldnerberaterin betreut. „Ein sehr großer Anteil der Leute, die zu mir kommen, ist arbeitslos oder von Hartz IV betroffen“, so Peters.

„210 Fälle konnten im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen werden. Das ist schon eine ganze Menge“, sagt sie. „Das heißt, die Leute sind jetzt entweder schuldenfrei oder haben eine Teilregulierung gemacht. Oder sie befinden sich noch im Insolvenzverfahren und werden dann über das Gericht betreut.“

87 Fälle kamen im letzten Jahr neu dazu. Sie alle hoffen, mit Hilfe von Astrid Peters finanziell wieder aus der Klemme zu kommen. „80 Prozent der Menschen, die einen Antrag auf Insolvenz stellen, kriegen auch eine Restschuldbefreiung. Es ist selten einer, dass er nicht durchhält“, stellt sie fest.

Viele Ältere, die zu ihr kommen, seien auf dubiose Angebote herein gefallen und dadurch in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

Auffällig sei vor allem die Unbedarftheit vieler Jugendlicher im Umgang mit dem Geld, sagt sie. „Es fällt die fehlende finanzielle Allgemeinbildung bei jungen Leuten auf. Die ist einfach katastrophal“, sagt Astrid Peters.

Sorglos werde auf Deuwel komm’ raus im Internet gesurft und gechattet, ohne an die Folgekosten zu denken. Und der Handyvertrag sei oft der Einstieg in die Verschuldung. Eine Verführung zum Geldausgeben seien auch die Kreditkarten. „Der Konsumdrang ist bei vielen sehr stark ausgeprägt. Viele müssen unbedingt das haben, was sie in der Werbung sehen.“

So manches Mal schnappt dann die Schuldenfalle zu.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Dienstag-Ausgabe.

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