Bützow : Schüler lernen die Plakat-Kunst

Beim Rundgang durch das Kunsthaus diskutiert Tadeo Hepperle mit Karl-Werner Zießnitz über die Bedeutung der Plakate in der aktuellen Sonderausstellung.
Beim Rundgang durch das Kunsthaus diskutiert Tadeo Hepperle mit Karl-Werner Zießnitz über die Bedeutung der Plakate in der aktuellen Sonderausstellung.

Elftklässler holen sich für Unterrichtsprojekt Anregungen bei Karl-Werner Zießnitz

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26. Januar 2016, 12:00 Uhr

Botschaften, die zum Nachdenken anregen und provozieren – darum dreht sich die derzeitige Plakatausstellung „Youth in Europe“ im Bützower Kunsthaus. Wie die Ideen für so aussagekräftige Plakate entstehen, erfuhr der Kunstkurs der elften Jahrgangsstufe am Gymnasium gestern von Kunsthausleiter Karl-Werner Zießnitz. „Weil die Ausstellung zu unserem derzeitigen Thema passt, dachte ich, wir kommen für eine Unterrichtsstunde vorbei und schauen uns um“, sagte Kunstlehrerin Gina Kunze.

In einer kurzen Einführung in die Thematik erklärte Zießnitz den Schülern einige Grundlagen der Plakat-Kunst und gab ihnen Tipps, wie sie selbst Gestaltungsmöglichkeiten finden können. Im Anschluss konnten sich die Elftklässler die Ausstellung in Ruhe ansehen. Diese etwas andere Unterrichtsstunde diente ihnen auch als Inspiration. „Sie sind erst einmal angehalten, sich genau umzuschauen und eines von den hier ausgestellten Plakaten zu analysieren. Danach sollen sie dann selbst eins machen“, erklärte Gina Kunze.

Beim Rundgang zeigte sich: Schon die Analyse der Ausstellungsobjekte ist keine so einfache Aufgabe. „Es ist alles ziemlich abstrakt, aber wenn man den Grundgedanken dahinter kennt, funktioniert die Entschlüsselung der Botschaft relativ schnell“, sagte Louis Mießner. Für ihn sei diese Aufgabe im Kunstkurs „ein schönes Arbeiten“. „Es ist einfach mal was anderes. Ich finde es schön, mir zu diesem Thema Gedanken zu machen“, so der 17-Jährige. Das sahen seine Mitschüler offenbar genauso: Überall im Kunsthaus fanden sich kleine Grüppchen vor den verschiedenen Plakaten, die meisten wild diskutierend. Ihre Theorien besprachen die Jugendlichen auch mit Karl-Werner Zießnitz – wobei nicht immer eine einhellige Meinung herrschte. So hatte Tadeo Hepperle eine andere Auffassung von der Gesellschaftskritik eines Plakats als der Kunsthausleiter. Dieser war nicht böse über die Meinungsverschiedenheit, sondern freute sich über das Interesse des Schülers.

Für ihre eigenen Plakate können sich die Elftklässler selbst ein Thema aussuchen. Die besten werden später im Schulflur ausgestellt.

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