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Bützower Zeitung

24. Juni 2017 | 22:47 Uhr

Schwaan : Schüler drucken Sprichwörter

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Klasse 9a an der Prof.-Franz-Bunke Schule arbeitet in Kunstprojekt mit Drucken

Bekannte Redensarten in Bilder umsetzten – das war die Idee hinter dem Projekt der Neuntklässler „Künstler für Schüler“ an der Prof.-Franz-Bunke Schule Schwaan.

„Der Grundgedanke ist gewesen, dass die Schüler sich künstlerisch einer Idee widmen. Dafür haben sie sich im Deutschunterricht bekannte Sprichwörter überlegt und zwei davon aufgewählt“, sagt Lehrerin Karin Stüpmann. Die Sprichwörter – wie zum Beispiel „In Teufels Küche kommen“ oder „Da wird der Hund in der Pfanne verrückt“ – sollen dann in Linol und Holz geschabt bildlich dargestellt und danach auf Papier gedruckt werden. Unterstützt wird die Klasse dabei von Bildhauer Arndt Weigend. Der Künstler hatte die Schule schon bei fünf anderen Projekten begleitet.

Im Vorfeld zu der Projektwoche haben die Schüler Skizzen zu ihren Sprichwörtern angefertigt. „Wir haben unsere Konzepte auf Papier gebracht und dann überarbeitet – mehrfach. Für den Druck haben wir diese dann auf Transparentpapier gezeichnet“, erklärt Niklas Roth, Schüler der Klasse 9a. Das sei vor allem darum wichtig, weil eine Nachbearbeitung nicht mehr möglich ist. „Besonders zu achten war auf die Unterschiede zwischen Weiß- und Schwarzschnitt. Wenn ein Bild falsch ausgeschabt wird, muss wieder von vorne begonnen werden“, sagt Niklas. Mitschüler Fabian Schmidt fügt hinzu: „Bei den ganzen Arbeiten mit Linol und Holz brauchen wir handwerkliches Geschick.“ Dabei ist auch ein Unterschied zwischen den Materialien spürbar. „Auf Linol lässt sich viel präziser arbeiten, als auf Holz“.

Auch wenn die Schüler sich während des Projektes immer mal wieder kleine Fehlschnitte erlaubten, war die Stimmung laut Niklas die Woche über „ganz locker“. Lediglich am Ende, wenn es in den Druck geht, wird es hektischer. „Die ausgeschabten Drucke sollen natürlich noch auf das Papier gebracht werden. Wir haben aber nur eine Rolldruckmaschine und jeder Schüler muss insgesamt 18 Bilder drucken“, sagt Niklas. Denn neben den Bildern, die an eine Schulwand kommen, bekommt jeder teilnehmende Schüler eine Mappe mit den gesammelten Werken.

„Der Vorteil bei diesen Arten von Schnitzerei ist, dass sie für die Schüler recht leicht umsetzbar ist und in ihrer Art trotzdem vielfältig“, sagt Arndt Weigend. Er stellt die Werkzeuge für diese Woche und steht den Schülern mit Rat und Tat zur Seite. „Die Schüler sollen kreativ angeregt werden, ihre Arbeitsschritte aber auch selbst organisieren“ , sagt Karin Stüpmann. Außerdem sollen sie über die Sprichwörter, die sie verbildlichen, nachdenken und sie interpretieren. „Viele der Schüler kennen die Sprichwörter und benutzen sie, denken aber nie darüber nach“, so die Lehrerin. In Gesprächen haben die Schüler sie dann aber auf eigene Ereignisse bezogen, sagt Karin Stüpmann. Niklas bestätigt: „Ich habe im Projekt auch einige neue Sprichwörter kennengelernt.“ Sein Hauptaugenmerk liege aber auf der Gestaltung, in die er viel Energie legt.

Das Projekt „Künstler für Schüler“ wird vom Land gefördert und läuft in die landesweite Initiative „Kultur gegen Gewalt“ mit ein. Dafür konnten sich Schulen bewerben. Die Kosten trägt das Land. An dem Projekt beteiligen sich 35 Schulen und 40 Künstler. Am 12. Juli stellen alle teilnehmenden Schulen die Ergebnisse der Woche im Schleswig-Holstein-Haus in Schwerin vor.

Heute endet das einwöchige Kunstprojekt mit Arndt Weigend.

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erstellt am 16.Jun.2017 | 09:00 Uhr

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