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schwaan : Schüler bauen Skulptur aus Blättern

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Das Lebensbaum-Projekt der Prof.-Franz-Bunke-Schule nahm in dieser Woche Form an / Einweihung im Frühjahr geplant

svz.de von
erstellt am 23.Okt.2015 | 10:00 Uhr

Pappel, Ahorn, Kastanie oder Esche – in Schwaan herrscht spätestens seit dieser Woche eine nicht zu verachtende Baumvielfalt.

Denn 20 verschiedene Baumarten pflanzten Schüler der Prof.-Franz-Bunke-Schule in einem Projekt hinter der Kunstmühle in Kreisform an. In wenigen Stunden war ein Großteil der Arbeit bereits zu Wochenbeginn erledigt. „Wir sind mit der Pflanzung schon fertig“, verrät Moritz Synwoldt aus Klasse 9. Anstoß für das Projekt gab die Untere Naturschutzbehörde in Kooperation mit der Saller Group, die auch finanziell aufkommt und auf diese Weise eine Ausgleichspflanzung abwickelt.

Zu dem keltischen Baumkreis – der nach dem keltischen Glauben das Jahr darstellt – gehören neben vielen einheimischen Sorten wie Birke, Apfel oder Haselnuss auch ein Feigen- und ein Olivenbaum. Die beiden letzteren dürfen in der Schule überwintern, da sie im Winter sonst Schaden nehmen würden.

Seit Beginn des Schuljahres beschäftigt sich die Klasse intensiv mit dem Thema. So standen bereits in Projekten die Geschichte und Mythologie der Bäume bei den Germanen und Kelten auf dem Lehrplan. Darüber hinaus fertigen die Jugendlichen Sitzmöbel aus Holz, die mit keltischen Symbolen verziert wurden und später Spaziergänger am Lebensbaumkreis zum Verweilen einladen.

Gemeinsam mit der Metallbildhauerin Takwe Kaenders arbeiteten die Schüler in diese Woche an einer Statue, die bis Frühjahr, wenn der Baumkreis schließlich eingeweiht werden soll, ihren Platz einnimmt.

Dabei stellten Kaenders und die Schüler den Bezug zur Kunstmühle her, die sich in direkter Nachbarschaft des Kreises befindet. Der Landschaftsmaler Erich Venzmer hatte bei Franz Bunke einst Malunterricht bekommen. Bei ihren Nachforschungen entdeckte die Bildhauerin einen Gedichtband, in dem Aquarelle des Künstlers zu finden waren, die ausschließlich Blätter zeigten. Auf diesen Blattstudien aufbauend entstand die Idee für die Skulptur. Mit den Schülern ging sie in die Natur, sammelte Blätter und fertigte Schablonen an „Wir haben große Metallplatten, auf die wir Blätter aufgezeichnet und mit dem Schneidbrenner ausgeschnitten haben“, erklärt Maximilian Adebahr. „Und dann haben wir angefangen, die Adern der Blätter reinzuschmieden“, ergänzt Bildhauerin Takwe Kaenders.

So entstanden in dieser Woche etliche Metallblätter jener Bäume, die sich auch im Lebensbaumkreis finden. Aus ihnen soll in einer weiteren Projektwoche die Skulptur – eine Kugel aus Blättern – entstehen.

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