Bützow : Schon wieder: Auto kracht in Wohnhaus

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Ein Fahrer verliert in Bützow die Kontrolle über sein Fahrzeug. Es ist nicht der erste Unfall dieser Art an selber Stelle.

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14. Dezember 2017, 13:25 Uhr

Schon wieder krachte ein Auto in Bützow in ein Gebäude. Gestern Morgen gegen 7.45 Uhr landete der 58-jährige Fahrer eines Ford in der Neuen Bahnhofstraße an der Hauswand eines Wohn- und Geschäftshauses. Und es ist nicht das erste Mal, dass das Haus von einem Pkw „heimgesucht“ wurde. Von mindestens vier ähnlichen Fällen spricht Michael Nießler, Geschäftsführer des betroffenen Versicherungsbüros, der gleichzeitig im mittleren Teil des Gebäudes zur Miete wohnt.

„Wir haben das zunächst gar nicht mitbekommen. Unser Sohn wollte gerade zur Schule gehen, als er plötzlich wieder reinkam und sagte, dass schon wieder ein Auto vorne ins Haus gefahren ist. Wir haben das zunächst für einen Scherz gehalten, wollten das gar nicht glauben“, erzählt Michael Nießler. Doch das Lachen verging ihm schnell, als er das Unheil zu Gesicht bekam.

Das Auto hatte sich auf dem Fahrradständer vor dem Eingang des Gebäudes verkeilt. Überall lagen Scherben von der gläsernen Eingangstür herum. Der Aluminiumrahmen des Windfangs ist zerbeult. Glück im Unglück für den Unfallverursacher und seine Beifahrerin: Sie blieben unverletzt. Die Polizei spricht von einem Schaden von insgesamt rund 5000 Euro.

Doch wie konnte es zu dem Unfall kommen? Gegenüber der Polizei habe der Fahrer erklärt, er sei von einem entgegenkommenden Fahrzeug geblendet worden und hätte dadurch kurz die Orientierung verloren. So fuhr er gegen den Bordstein und landete dann schließlich im Eingangsbereich. „Bei einem Alkoholtest wurde durch die Beamten allerdings auch ein Atemalkoholwert von 0,62 Promille festgestellt“, so Polizeisprecher Gert Frahm.

Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren, in der Nacht vom 13. zum 14. Dezember, war die 19-jährige Fahrerin eines Ford Fiesta frontal in das Versicherungsbüro gekracht. Die junge Frau wurde dabei leicht verletzt. Der Sachschaden ging damals in die Zehntausende. Auch bei der Fahranfängerin wurde ein Atemalkoholwert von 0,4 Promille gemessen.

Erst vor 14 Tagen war ein Autofahrer mit seinem Pkw in der Schwaaner Straße in Wolken in einem Wohnhaus gelandet. Seinerzeit war der 38-jährige Unfallverursacher vor der Polizei geflohen. Beamte hatten den Mann zuvor im Vorbeifahren erkannt, wussten, dass er nicht im Besitz eines Führerscheines ist. Bei seiner Flucht kam der Mann von der Straße ab und landete im Wohnzimmer eines Wohnhauses. Glücklicherweise waren die Bewohner zu diesem Zeitpunkt nicht Zuhause. Der Fahrer und die 19-jährige Beifahrerin wurden bei dem Crash schwer verletzt.

Für Michael Nießler und seine Frau Ina ging gestern der Alltag nach den Aufräumarbeiten ganz normal weiter. Sie konnten sich glücklich schätzen, zum Unfallzeitpunkt nicht im Büro gewesen zu sein. Nicht auszudenken, was dann passiert wäre. Als Schutz wünschen sich die Nießlers eine Leitplanke oder Poller vor dem Gebäude, was sie als Mieter aber nicht selbst in der Hand haben.

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