Bützow : Schönheitskur für Kopernikus-Sonnenuhr

Aus der Vogelperspektive: Die Kopernikus-Sonnenuhr vor dem Landwirtschaftsamt
Aus der Vogelperspektive: Die Kopernikus-Sonnenuhr vor dem Landwirtschaftsamt

Stadt sieht Reinigung derzeit nicht als „dringende Aufgabe“ / Dieter Menter hofft auf Unterstützung von Landwirten

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25. November 2015, 18:02 Uhr

Dieter Menter, der selbst ernannte Sonnenuhrenkoordinator der Stadt Bützow, möchte erneut einen Versuch starten, der Sonnenuhr auf dem Schloßplatz einer Schönheitskur zu unterziehen. „Dafür wird eine Betrag unter 5000 Euro benötigt“, sagt Menter. Jetzt hofft er auf die Bereitschaft von Spender.

„Relativ klein mutet die Säule der Kopernikus-Sonnenuhr im Ensemble der Architektur auf dem Schlossplatz an“, sagt der Bützower. Vor fast genau sieben Jahren, am 13. Dezember 2008, fand sie im Stadtzentrum einen neuen Platz. Seinerzeit hatte der Heimatverein Bützow dafür gesorgt, dass sie vom Andreassteig umgesetzt wurde. Dort stand sie seit 1973. Es war ein Auftragswerk des Hallenser Bildhauers Peter Michael. „Für die Kopernikus-Oberschule schuf er eine seiner ersten künstlerisch gestalteten Steinskulpturen, die Kopernikus-Sonnenuhr. Eine vertikale Polyeder-Sonnenuhr“, erklärt Dieter Menter.

Die mehr als 40 Jahre sind an der Sonnenuhr aus Stein nicht spurlos vorübergegangen. „Saurer Regen ließ im Laufe der Jahrzehnte Moosbewuchs auf dem Kopf der Sonnenuhr entstehen, sodass die drei vorhandenen Ziffernblätter schlecht abzulesen sind. Zumal diese Säulen in den ersten drei Jahrzehnten ihrer Existenz auf dem Schulgelände am Andreassteig unter Bäumen stand“, erinnert der Bützower.

Im Frühjahr dieses Jahres hatte Dieter Menter die Restauratorin Paula Kropius, die zu diesem Zeitpunkt an der Bützower Stiftskirche arbeitete, gebeten, sie möge mal eine Kostenschätzung für eine fachmännische Reinigung erstellen. Damit habe er sich an Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) gewandt. Der sehe aber angesichts der Haushaltssituation keine Möglichkeit, dafür Geld zur Verfügung zu stellen. „Ich sehe das derzeit nicht als eine vordergründige Aufgabe für die Stadt an“, erklärte Christian Grüschow gestern auf Nachfrage der SVZ.

Doch Dieter Menter möchte sich damit nicht zufrieden geben. Denn die Sonnenuhr auf dem Schloßplatz sei seit 2008 auch Ausgangspunkt, wenn Interessenten durch die Sonnenuhrenstadt Bützow geführt werden, so Menter. Nun hofft der Bützower Unterstützung von den Initiatoren des Projektes „Milchstraße Bützower-Land“ zu bekommen. Schließlich er eine Verbindung vom Astronomen Nikolaus Kopernikus zur Landwirtschaft: „Steht doch die Kopernikus-Sonnenuhr unmittelbar vor dem Landwirtschaftsamt.“ Er wolle in den nächsten Tagen das Gespräch mit Landwirten und Vertretern des Amtes suchen, erklärt Menter. Denn seine Hoffnung sei es, die Schönheitskur für die Sonnenuhr im nächsten Jahr zu verwirklichen.

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