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Faschingsgala : Schöne Prinzen und wilde Tänze

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bei einem über zweistündigen Programm begeisterten die Rühner Karnevalisten das Publikum in der Sporthalle

svz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 10:00 Uhr

„In Rühn laufen die Uhren anders“ – da konnte am Freitagabend wohl kein Gast Michael Kloss wiedersprechen. Er begrüßte das dicht gedrängte Publikum zur Faschingsgala in der Rühner Sporthalle. Der Kulturverein Rühn hält sich schon lange nicht mehr an die üblichen Karnevalstermine. Wenn bei allen anderen nach Aschermittwoch Schluss ist, legen die Rühner erst los.

Die Halle sei auch schonfür das kommende Wochenende ausgebucht, gab er bekannt, ohne eine Miene zu verziehen. „Da feiern wir unsere Silvesterparty.“

Die Funkengarde mit knapp 40 Tänzerinnen eröffnete das über zweistündige Programm mit dem festlichen Einmarsch. Schon jetzt waren die Zuschauer voll dabei und feuerten die Mädchen und Frauen eifrig an.

Michael Kloss forderte anschließend die Gäste aus anderen Vereinen heraus. Denn auch Karnevalisten aus Jürgenshagen, Zernin, Sternberg, Rostock und anderen Vereinen hatten sich unter die Zuschauer gemischt. Für sie begann der Abend mit einer Gedächtnisaufgabe: sie mussten sich eine Reihe von Namen merken. Lustig wurde es, als sie diese mit einem kleinen Extra – stotternt, doppelt, mit hoher und tiefer Stimme – wiedergeben sollten.

Für laute Lacher sorgten dann auch Marleen Stampe und Gudrun Adamczyk, die als betagte Rentnerinnern bitterböse Geschichten zum Besten gaben.

An die Lachmuskeln ging es beim nächsten Sketch, bei dem die Zuschauer eine Runde Fernsehen durften – auf einem 400-Zoll-Gerät der Marke Kulturverein. Ulrike Keindl und Madleen Adamczyk sorgten hier für beste Unterhaltung bei Werbespots und als Wetterfee. So preisten sie das neue Spülmittel Prul lautstark an. „Spül mit Prul, das ist supercool“, warben sie eifrig. Damit schaffe die eifrige Hausfrau auch fünf Teller in einem Spülgang.

Märchenhaft wurde es bei der Geschichte von Aschenbrödel, die in Rühn recht freizügig gekürzt wurde. Der schöne Prinz begüngte sich hauptsächlich mit der gelispelten Zeile „ich bin so schön“, während Aschenbrödel noch bescheidener blieb und meist nur ein „O.K.“ von sich gab. Das Publikum amüsierte sich köstlich und konnte bald die Geschichte mitsprechen.

Eine Lehrstunde gab es schließlich von Birgit Keindl. Sie erklärte anschaulich wie sich Frauen duschen: Sie bedecken sich vor dem Duschen mit dem Bademantel, waschen sich in der Dusche gründlich und machen diese danach direkt wieder sauber.

Die Männer halten es da etwas anders: Sie zeigen auch auf dem Weg zur Dusche gern, was sie haben, schäumen vor allem ihr bestes Stück gründlich ein und hinterlassen im Bad gern eine Pfütze. Aus den Zuschauerreihen meldeten einige Männer Protest an.

Doch auch die Herren der Schöpfung nahmen sich nicht so ernst. So schlüpften die Herren vom Männerballett in entzückende orientalische Kostüme und ernteten tosenden Beifall.

Mit vielen Tanzeinlagen wurde das Programm aufgelockert. Höhepunkt war schließlich die Tanzgruppe um Ulrike Keindl, die mit leuchtenden Schuhsohlen zu lauten Bässen einen krönenden Abschluss des gelungenen Programms boten.

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