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Jürgenshagen : Schifffahrtsgeschichte in 22 Modellen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Jürgen Möller aus Jürgenshagen zeigt seine Sammlung am 5. Juni bei einem Tag der offenen Tür

von
erstellt am 25.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Ein Schifffahrtsmuseum in den eigenen vier Wänden: In liebevoller Kleinarbeit hat Jürgen Möller aus Jürgenshagen sich eine ganz besondere Sammlung aufgebaut. Insgesamt 22 Schiffsmodelle hat der 71-Jährige bislang gebastelt. Am 5. Juni präsentiert er sie auf seinem Hof nun erstmals der Öffentlichkeit. „Mich haben schon viele darauf angesprochen, dass sie sich meine Modelle mal ansehen wollen, aber so richtig hat sich noch keiner getraut, vorbei zu kommen“, erzählt Möller. Bei seinem Tag der offenen Tür hat nun jeder die Gelegenheit, sich die Schiffe einmal genauer anzusehen.

Die Schiffe baut Jürgen Möller alle selbst zusammen. Als Grundlage nutzt er lediglich Pläne aus einem speziellen Katalog, erzählt der Rentner. Der Rest – vom Holz über die Farbe bis zu kleinen Details wie Rettungsringen – wird in kompletter Eigenproduktion organisiert. „Für ein Modell brauche ich etwa ein halbes Jahr. Im Durchschnitt sind das mehr als 1000 Stunden Arbeit“, erzählt Möller. Der Aufwand hänge zwar auch von der Größe des Modells ab, „aber auch die kleinen Schiffe erfordern viel Arbeit“, sagt Möller. Das bislang größte Modell in seiner Sammlung ist die „Berlin“ mit einer Länge von 1,44 Metern und einem Gewicht von 22 Kilogramm.

Alle seine Schiffe stattet Jürgen Möller auch mit der nötigen Technik aus, um sie per Fernsteuerung auf den Seen der Region fahren zu lassen. So sei er als Mitglied einer Interessengemeinschaft unter anderem schon in Bützow, Hagenow, Sternberg und vielen anderen Orten in Mecklenburg unterwegs gewesen. Während diese Ausfahrten für viele Modellbauer mit das Wichtigste an ihrem Hobby sind, steht für ihn das Werkeln im Vordergrund.

Mit Modellbau beschäftigt habe er sich schon als Kind, so professionell wie jetzt betreibt er das Hobby aber erst seitdem er im Ruhestand ist. So hat sich Möller in den vergangenen 15 Jahren einen ganz eigenen Querschnitt der Schifffahrtsgeschichte zusammengestellt. Denn zu seiner Sammlung gehören neben der „Bounty“ auch das Forschungsschiff von Jacques Cousteau, ein Krannenkutter, ein Walfänger aus dem 19. Jahrhundert und ein Sportboot von Porsche.

Und wer genau hinschaut, kann in den Details versteckte Alltagsgegenstände finden. So kam beim Bauen einiger Modelle auch schon eine Haarspraydose zum Einsatz. „Von Spielzeug über Modeschmuck und Überraschungseiern verwerte ich alles. Fantasie gehört für mich zum Bauen dazu“, sagt Möller.

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