Bützow : Schiffe versenken beim Arzt

Zehn kuriose Minuten auf dem Liegestuhl einer Zahnarztpraxis

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19. März 2019, 05:15 Uhr

„Alltag“ ist bei diesem Thema vielleicht etwas übertrieben. Denn täglich braucht diesen Horror nun wirklich niemand, da reicht das empfohlene eine Mal pro Jahr. Aber jeder kennt es: die bangen Minuten auf dem kalten Stuhl in der Zahnarztpraxis.

Liegen ist für gewöhnlich etwas Tolles. Es entspannt, der Kopf wird frei. Von Entspannung ist auf dem Stuhl der Stühle jedoch wenig zu spüren. Es herrscht eher Anspannung. Angst muss man aber keine haben. Wer zweimal täglich die Bürste schwingt, hat meist nichts Böses zu erwarten. Und heutzutage tut eine Behandlung auch gar nicht mehr weh.

Nun liegt man so da, das Lätzchen wird umgehängt, der Becher schon mal mit Wasser gefüllt. Und es darf auch nicht fehlen, dass der Zahnarzt beim Einstellen des grellen Lichts mit der Lampe einmal über die Augen streift und man gehörig geblendet wird.

Und nun geht der Mund auf. A2, B4, C16 – oh, spielen wir Schiffe versenken? Anschließend stecken Arzt und Schwester ihre Unterarme in den Rachen – so fühlt es sich zumindest an. Dabei diese fiesen Geräusche... Und ausgerechnet dann werden Fragen gestellt. Fragen aus dem Alltag, die nicht immer mit Geräuschen zu beantworten sind. Was ich von Hansas letztem Spiel halte, wie sich dieses eine Problem entwickelt hat oder wie es der Familie geht – mit vollem Mund schwer zu beantworten. Ob die Ärzte die Antworten gar nicht wissen wollen?

Christian Jäger

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