Bützow : Schicksale, die berühren

„Guck mal, ich kann schon ein bisschen stehen“, zeigte Julia Michael Dinnebier und seinen Begleitern. Fotos:  privat
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„Guck mal, ich kann schon ein bisschen stehen“, zeigte Julia Michael Dinnebier und seinen Begleitern. Fotos: privat

Männer des Freundeskreises Pinsk kehrten mit nachhaltigen Eindrücken von ihrer Spendentour nach Weißrussland zurück

svz.de von
11. Juli 2014, 14:09 Uhr

Sie sind gut zurück gekehrt, die drei Männer des Freundeskreises Pinsk, die kürzlich mit Unterstützung des DRK wieder einmal einen Hilfstransport aus Bützow in die weißrussische Stadt brachten. Zwar sitzen ihnen auch jetzt noch die 24 Fahrstunden und die 1300 zurück gelegten Kilometer etwas in den Knochen. Viel nachhaltiger aber sind die Erinnerungen an die Begegnungen mit den Menschen in Pinsk und Umgebung, in der die Zahl der behinderten Kinder durch die Tschernobylkatastrophe hoch und die Armut groß ist.

Berührend war für sie schon gleich nach der Ankunft das Zusammentreffen mit ihrer Dolmetscherin Irena, für die sie persönliche Hilfspakete von Freunden aus Bützow mitgenommen hatten. Ihr Mann ist todkrank und wird ausschließlich von ihr selbst gepflegt. „Dabei ist sie ganz auf sich allein gestellt, wie alle in solcher Lage. Da gibt’s keine Pflegedienste wie bei uns“, sagt Michael Dinnebier aus Bernitt, der zusammen mit Peter Beutel und Maximilian Müller auf die Hilfstour ging.

Schlucken mussten die Männer auch beim Besuch der Familie der 12-jährigen Julia, die vor Jahren durch eine verschmutzte Spritze schwer erkrankte und die seitdem behindert ist. Spindeldürr sind ihre Beinchen und ihr kleiner Körper inzwischen geworden. Und doch sind sie und ihre Mutter stolz auf die kleinen Fortschritte, die sie inzwischen machte – auch dank der Hilfe aus Bützow. So kann sie sich heute schon etwas besser bewegen, doch die Erfolge sind bescheiden. „Das ist schon ganz schön bitter“, meint Dinnebier. Die Hoffnungen der Familie liegen jetzt auf einer neuer Behandlungsmethode in Moskau. Alles Geld aus Bützow wird dafür gesammelt.

„Etwa 50 Euro Rente kriegt ein alter Mensch in Weißrussland im Monat“, sagt Dinnebier. Doch seien die Lebensmittel so teuer, dass sie sich kaum jemand leisten kann. Mitgenommen hatten die Männer auch Baumaterial für eine Terrasse für die Familie eines Behinderten. Die Bützower bauten sie innerhalb eines Tages, sodass der Kranke nun darunter sitzen kann.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in unserer Sonnabend-Ausgabe.

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