Neukirchen : Sanierung der Kirche dauert länger

Der Chorraum war bis auf den letzten Platz gefüllt: Das Konzert mit dem Männerquartett „Drei Pfarrer und ein Arzt“ begeisterte die Zuhörer.  Fotos: Ralf Badenschier (3) / Kirchengemeinde (1)
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Der Chorraum war bis auf den letzten Platz gefüllt: Das Konzert mit dem Männerquartett „Drei Pfarrer und ein Arzt“ begeisterte die Zuhörer.

Nach Konzert im Chorraum informiert Pastorin Gudrun Schmiedeberg über die Arbeiten im Gotteshaus in Neukirchen

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27. August 2016, 12:00 Uhr

Die Arbeiten in der Kirche zu Neukirchen werden länger dauern, als geplant. Die Schäden an den Gewölben waren stärker, als angenommen. Doch bis zum ersten Advent soll alles fertig sein. „Dann findet hier der Festgottesdienst zur Eröffnung der alljährlichen Spendenaktion ,Brot für die Welt’ für das Land Mecklenburg-Vorpommern statt“, sagt Gudrun Schmiedeberg. Die Pastorin der Kirchengemeinde Neukirchen führte Besucher eines Konzert am Donnerstagabend durch das Kirchenschiff, in dem noch Baugerüste das Bild bestimmen.

Anfang Juni begannen die Bauarbeiten in der rund 780 Jahre alten Backsteinkirche. Dabei steht das Innere des Kirchenschiffs im Fokus. Dort zeigten sich Risse in den Deckengewölben, teilweise war der Putz abgebröckelt. Es gab hässliche Wasserflecken. Nach dem Baustart sei aber erst das ganze Ausmaß der Schäden deutlich geworden, schildert die Pastorin. „Die Risse waren noch länger, noch tiefer, noch breiter. Wir waren von rund 40 laufenden Metern ausgegangen. Es wurden rund 175 Meter, die saniert werden mussten.“ Das kostete natürlich Zeit. Zumal es sich nicht nur um eine Sanierung, sondern auch um eine Restaurierung handelt. Bei den Arbeiten hätten die Restauratoren auch ältere Farbschichten freigelegt. Mindestens fünf verschiedene soll es geben. Unter anderem seien Weihekreuze und am Ende der Rippenbögen Gesichter, bekrönte Masken, zutage getreten. Ein Weihekreuz und eine der Masken werden sichtbar bleiben. Alle andere seien gesichert und dann wieder übermalt worden, schildert die Pastorin. Denn die Farbfassung soll so erhalten beziehungsweise wiederhergestellt werden, wie sie im 19. Jahrhundert geschaffen wurde. Das sei schon festgelegt worden, als die ersten Sanierungsarbeiten unter anderem im Chorraum unter dem ehemaligen Pastor Karl-Christian Lange realisiert worden sind, erzählt Gudrun Schmiedeberg.

Rund 290  000 Euro werden in dem jetzigen Bauabschnitt investiert. Knapp 85  000 Euro sind Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume. Hinzu kommen 110  000 Euro Patronatsmittel des Kirchenkreises Mecklenburg. „Nicht zuletzt sind wir allen dankbar, die mit ihren Spenden dazu beitragen haben, dass wir den Eigenanteil von knapp 100  000 Euro aufbringen konnten“, sagt Pastorin Schmiedeberg.

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