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Schwaan : Samtpfoten helfen Jugendlichen beim Stressabbau

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Tierschutzverein Schwaan hilft mit seinen Katzen verhaltensauffälligen Jugendlichen aus Rostock.

svz.de von
erstellt am 11.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Anwesenheit von Tieren kann Balsam für die Seele sein. Darum haben der Tierschutzverein Schwaan und die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik aus Rostock einen Vertrag mit Patenschaft für tiergestützte Arbeit beschlossen. „Bei der tiergestützten Arbeit kommen jeweils drei bis fünf Jugendliche mit ihren Betreuern aus Wohngruppen in Rostock zu uns in die Tierauffangstation und verbringen Zeit mit den Katzen“, sagt Manfred Poniatowski, Vorsitzender des Tierschutzvereins. Zusammen können Mensch und Tier entspannen und spielen. Denn viele haben keine eigenen Tiere. „Das gibt den Jugendlichen ganz viel.“

Bei der Arbeit geht es aber vor allem darum, dass die Heranwachsenden die beruhigende Wirkung der Tiere spüren und sich um sie kümmern können. „Es ist keine Therapie, auch wenn die Jugendlichen in therapeutischer Behandlung sind“, sagt Poniatowski. Stattdessen sollen die Tiere den Jugendlichen Halt geben und stressmindernd wirken.

Damit die Wohngruppen aus Rostock die tierische Unterstützung problemlos in Anspruch nehmen können, hat der Verein sein Gelände speziell für gesellschaftliches Zusammensein ausgestattet. „Wir haben zwei Sitzgruppen aufgestellt und ganz neu auch eine eigene Toilette“, erzählt Poniatowski. Zwar bleiben die Jugendlichen nur für etwa zwei Stunden, diese sollen laut dem Vorsitzenden aber genossen werden. „Es soll ein Persönlichkeitsgewinn für die Jugendlichen sein.“ Im Gegenzug übernehmen die Wohngruppen Patenschaften für die Katzen und zahlen einen kleinen Obolus.

Das dahinterstehende Konzept ist europaweit unter dem Namen European Society for Animal Assisted Therapy (deutsch: Europäische Gesellschaft für tierassistierte Therapie) anerkannt und befasst sich mit der Arbeit mit verschiedenen Tieren. Katzen sollen zum Beispiel das sozialverträgliche Verhalten der auffälligen Jugendlichen fördern. „Die Tiere funktionieren als sozialer Katalysator“, so Poniatowski.

Der Vorsitzende freut sich, dass die Katzen eine helfende Aufgabe haben. Und die Tiere wirken laut Poniatowski bei den Jugendlichen sehr positiv. „Sie machen immer gerne Bilder mit den Katzen.“ Auch die Umgebung der Auffangstation trägt zur Entspannung bei. „Hier haben sie ein schönes Refugium, wo sie fernab der Ängste ihren Empfindungen nachgehen können“, sagt Poniatowski.

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