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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 03:07 Uhr

Schwaan : Ruhe vor dem letzten Kraftakt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit gestern ist die neue Warnowbrücke beidseitig befahrbar / Montag bis Mittwoch aber noch mal lange Rotphasen an Baustellenampel

von
erstellt am 22.Jul.2015 | 15:37 Uhr

Was für eine Ruhe, was für ein entspanntes Fahren – gestern Vormittag wurden die Ampeln an der Brückenbaustelle in Schwaan abgeklappt, beide Fahrspuren freigegeben. Und das nicht nur weil Infrastrukturminister Christian Pegel zum Schauen kam. Doch die Ruhe ist trügerisch. Denn in der kommenden Woche wird es  für die Schwaaner und alle anderen Autofahrer noch einmal richtig heftig. Mit Wartezeiten von bis zu 30 Minuten ist dann an der Baustelle zu rechnen.

Wieder einmal sind an diesem Mittag nur wenige Bauleute zu sehen. Auf der neuen Warnowbrücke steht Ronald Normann vom Autobahnamt Güstrow. Während schwere Laster die Brücke zum vibrieren bringen, Radfahrer und Autofahrer die neue Querung passieren, ist Normann im Gespräch mit Strukturminister Christian Pegel. Bei seiner zweiten Straßenbaustellen-Tour ist auch Schwaan eine Station. „Ich wollte einfach mal schauen wo wir stehen“, erklärt der Minister und bezieht das auf den Bauverlauf. „Wir liegen im Plan“, erklärt Ronald Normann. Das Ende der fast zweijährigen Bauzeit sowie der Sperrung der alten Brücke und der Umleitung des Verkehrs über die Behelfsbrücke seit 2009 geht dem Ende entgegen.

 Anfang  kommender Woche komme es für die Schwaaner und Autofahrer aber noch einmal knüppeldick. Dann wird noch einmal ein  Kran aufgebaut, mit dem die Demontage der Behelfs- und der Fußgängerbrücke erfolgt. „Dafür gibt es exakte Abstandsregelungen. Daran haben wir uns zu halten“, so Normann. Deshalb werde es von Montag bis Mittwoch zum Teil bedeutend längere Rotphasen geben (siehe Hintergrund).

Dass man die nicht mehr benötigten Behelfsbrücken zurückbauen kann, dafür hat das Straßenbauamt extra Schwalben umgesiedelt. Die hatten sich unter der Behelfsbrücke häuslich eingerichtet. Nun wurden neue Schwalbennester unter der neuen Brücke angebracht und der Vogelnachwuchs „umgesetzt“. „Die Alttiere finden auch dort ihre Jungen“, so Normann. Ansonsten hätte man mit dem Abbau der Brücken bis zum Ende der Brutzeit warten müssen.

Sind die Brücken abgebaut, soll die Fläche zum Festplatz an der Warnow wieder angeglichen werden. Ziel sei es, bis Ende Oktober alles so herzurichten, wie es war. „Nur das jetzt eben hier die neue Brücke steht“, so Roland Normann.

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