Bützow : Rotstrümpfe treten den Weg ins Winterquartier an

Bereit für den Abflug. Doch in welche Richtung geht die Reise?
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Bereit für den Abflug. Doch in welche Richtung geht die Reise?

Bruterfolge sind in den Ämtern Bützow-Land und Schwaan sehr unterschiedlich.

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09. August 2019, 12:00 Uhr

„Wahrscheinlich kann er sich nicht entscheiden, welchen Weg er nehmen soll.“ So kommentiert SVZ-Leser Holger Klähn seinen Schnappschuss. Ein Storch sitzt auf einem Wegweiser. „Ich bin extra noch einmal zurückgefahren“, erzählt der Steinhäger und lacht. Und der 57-Jährige hat gar nicht mal so unrecht.

Die Adebars machen sich in diesen Tagen auf den Weg in die Überwinterungsquartiere, so Storchenexperte Stefan Kroll, unter anderem für die Horste im Amt Schwaan zuständig. Zunächst sind es vor allem die Jungstörche, die sich auf die beschwerliche Reise machen.

Christian Schierning aus Kurzen Trechow berichtete zum Beispiel davon, dass sich auf einem seiner Felder eine große Zahl der Adebars niedergelassen habe. Paul Tomzick, Storchenbeauftragter im Amt Bützow-Land, bestätigt: „An einem Tag waren es 13, am nächsten 20 Störche, die sich dort gesammelt haben. Sie sind jetzt auf dem Zug Richtung Balkan.“ Der Rühner kann auf ein sehr gutes Storchenjahr im Amtsbereich blicken. 16 Horste waren besetzt. In 15 Nestern wurde gebrütet. 41 Jungtiere wurden großgezogen. Nicht ganz so gut sieht die Bilanz im Amt Schwaan aus. Nur in Niendorf und Benitz sind jeweils zwei Junge aufgezogen worden. Auf dem Tannenberg in Schwaan hat nur eines der beiden Jungen überlebt.

Der Storchennachwuchs ist es auch, der sich nun in größeren Formationen als erstes auf den Weg in die Winterquartiere macht. Das ist typisch für die Zeit um den 5. bis 10. August“, so Stefan Kroll und weiter: „Die Alttiere starten Mitte, Ende des Monats. Sie erholen sich noch ein wenig von der anstrengenden Brutsaison.“

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