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Mühlendammschleuse : Rostock übernimmt Federführung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Erhalt der Mühlendammschleuse: Machbarkeitsstudie zur Schiffbarkeit der Warnow soll bis zum Rostocker Stadthafen erweitert werden

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 12:00 Uhr

Die Mühlendammschleuse in Rostock hat in Bützow viele Befürworter, die sich für ihren Erhalt einsetzen. Nun hat das Projekt auch direkte Folgen für Bützow und Schwaan. Denn eine Machbarkeitsstudie des Landkreises und der Warnowstädte, die die Schiffbarbarkeit des Flusses von Schwaan bis zur Mühlendammschleuse prüfen sollte, wird nun bis Warnemünde erweitert. Damit sitzt nun auch die Hansestadt mit im Boot.

Im Herbst vergangenen Jahres gründete sich eine Bürgerinitiative zum Erhalt der Rostocker Schleuse. Die Stadtvertreter in Schwaan und Bützow beauftragten ihre Bürgermeister, sich für die Sache stark zu machen. Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) informierte bei der jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand: „Die Situation hinsichtlich des Erhalts der Mühlendammschleuse ist nach wie vor offen, da die Rahmenbedingungen zur Übertragung einer möglicherweise sanierten Schleuse bisher nicht abschließend geklärt sind.“

Roland Methling, Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock, hatte im März zu einer Abstimmungsrunde eingeladen, zu der Vertreter der Bürgerinitiative – der auch Bützower beigetreten sind – , der ansässigen Sportverbände und der umliegenden Kommunen gekommen waren. Die zuständigen Ministerien sowie der Bund als Eigentümer der Schleuse waren zwar nicht anwesend, dafür der Bürgerbeauftragte und der Leiter des Landesamtes für Kultur und Denkmalpflege aus Schwerin.

Methling bestätigte in der Runde, dass die Schleuse als Denkmal eingestuft wurde und in die Denkmalliste der Hansestadt eingetragen werde.

Doch das Problem bleibe weiterhin die Finanzierung. Denn „eine Sanierung „ist nach wie vor nur möglich, wenn der Bund als Eigentümer, das Wirtschaftsministerium und die Hansestadt Rostock die geschätzten Gesamtkosten von circa 2,5 Millionen Euro gemeinsam aufbringen.“

Ob es Fördermittel vom Wirtschaftsministerium gibt und das Innenministerium anschließend die Übertragung an die Stadt Rostock genehmigt, hänge von dem Ergebnis einer Wirtschaftlichkeitsstudie ab, so Grüschow.

Und genau an dieser Stelle hat die Kontroverse auch Auswirkungen auf die Warnowstädte Bützow und Schwaan. Diese hatten für den Bereich bis zur Schleuse im vergangenen Jahr bereits eine Machbarkeitsstudie angestoßen. Diese sollte in diesem Jahr unter Leitung des Landkreises Rostock in Auftrag gegeben werden. Die Untersuchung soll nun ergänzt werden und auch den Bereich von der Schleuse bis zum Stadthafen ergänzen, so Überlegungen der Hansestadt. Statt der reinen Schiffbarkeit wird nun der wirtschaftliche Nutzen der Wiederinbetriebnahme der Schleuse auf den Prüfstand gestellt.

„Da es jetzt eine Schwerpunktverlagerung gibt, übernimmt der Oberbürgermeister der Hansestadt Rostock die Federführung“, so Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer. Auch die zusätzlichen Kosten trage die Hansestadt. „Allerdings wird sich damit die weitere Umsetzung unseres Projektes ’Warnow-Schifffahrt bis zur Mühlendammschleuse’ verzögern“, meinte Christian Grüschow. Mathias Schauer ist in dieser Hinsicht entspannt: „Schneller wären wir auch nicht gewesen“, sagt er.

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