zur Navigation springen

Doberaner Münster : Restaurierung wird im Frühjahr fortgesetzt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die oberen Ebenen des Sakramentshauses des Doberaner Münsters werden unter anderem gereinigt

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 12:00 Uhr

Die Arbeiten am Doberaner Münster gehen unermüdlich weiter: Bereits im Herbst 2016 begann die Restaurierung des Sakramentshauses, das aus der Zeit um 1370 stammt. Während noch vor Weihnachten der erste Abschnitt der Teilsanierung an der Reihe war – im Fokus standen die beiden oberen Ebenen – sollen in diesem Jahr die Arbeiten am unteren Bereich erfolgen.

Die Restaurierung ist Bestandteil einer größeren Gesamtmaßnahme im Förderabschnitt 2016, der viele andere Maßnahmen umfasst und einer Gesamtinvestition von 250 000 Euro entspricht.

Davon sind 125 000 Euro eine Förderung durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages aus dem Sonderförderprogramm für National Bedeutende Denkmale in Ostdeutschland. Die restlichen 125 000 Euro Eigenmittel stammen aus dem Münsterhaushalt der Kirchengemeinde sowie aus Spenden und Patronatsmitteln der Kirche.

Bis Weihnachten 2016 wurde durch den Diplom-Restaurator Georg von Knorre unter anderem die Schiefstellung der Spitze korrigiert, unter Demontage der Spitze. Es erfolgte auch der Korrosionsschutz der metallenen Tragstange.

An den oberen Ebenen sollen ab Frühjahr Schäden, die durch Korrosionsdruck zahlreicher Nägel entstanden, beseitigt werden. Außerdem soll weiteren Schäden vorgebeugt werden. Für die Maßnahme müssen die Nägelköpfe freigelegt werden. Die spannungsfreie Wiederauffüllung von Kreidegrund und die Vergoldung der einschlägigen Stellen gehören ebenfalls dazu.

Darüber hinaus werden die Fassungen gereinigt und gesichert. Fehlende Bereiche werden zum Teil nachträglich vergoldet, fehlende Fassungen und Lüsterungen werden restauriert. Einige wenige fehlende Kleinteile, wie zum Beispiel an Kreuzblumen und dem Maßwerk, werden in Abstimmung mit der Denkmalpflege außerdem ergänzt.

Das Sakramentshaus ist 11,60 Meter hoch und war in der Klosterzeit Aufbewahrungsort geweihter Hostien und ist das älteste Beispiel der freistehenden Sakramentstürme in Deutschland.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen