Jürgenshagen : Reiter nehmen Hürden gekonnt

Auf der Strecke gab es immer wieder verschiedene Hindernisse, die die Reiter sichtlich mit Spaß nahmen.
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Auf der Strecke gab es immer wieder verschiedene Hindernisse, die die Reiter sichtlich mit Spaß nahmen.

Nele Schumann lässt beim Fuchsabjagen die Konkurrenz hinter sich / Reitgericht ahndet Verstöße der Teilnehmer mit einem Augenzwinkern

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09. November 2015, 12:00 Uhr

Bei deutlich besserem Wetter als erwartet fand am Sonnabend in und um Jürgenshagen die traditionelle Reitjagd statt.

„Wir machen das schon seit Ewigkeiten“, weiß Anja Papajewski vom Vorstand des Reitvereins Jürgenshagen. Alle Teilnehmer waren auf Regen eingestellt, selbst die für unterwegs eingeplante Mittagspause wurde ans Ende verlegt, um in der Reithalle sitzen zu können. Stattdessen überraschte die Sonne immer wieder Reiter und Schaulustige, die sich zu Beginn in Jürgenshagen sammelten. Während sich die Reiter zu Pferd – angeführt von Master Rainer Papajewski – aufmachten, begleiteten drei Kremser das Treiben in gemütlicher Manier.

„Die Sprünge haben wir schon am Freitag aufgebaut“, verrät Anja Papajewski. Und so ging es quer durch das Umland über Wiesen und Felder, durch kleinere Waldstücke zu den verschiedenen Hindernissen. Hier boten die Reiter einige spektakuläre Sprünge, aber nicht immer wollten sich die Pferde so recht mit den Hürden anfreunden.

Immer mitten drin im Treiben war Hündin Resi. Sie wetzte begeistert neben den Pferden her und begleitete die Kremser, immer auf der Hut wo Frauchen Anja Papajeswki gerade steckte.

Als es schließlich durch Reinstorf und Neukirchen ging, verfolgten besonders viele neugierige Zaungäste das Treiben. Neben den Bewohnern, die an die Zäune kamen, waren vor allem einige Artgenossen ganz aufgeregt über den Besuch. Pferde, aber auch Esel und Hunde, begutachteten die Durchreisenden ganz genau.

Kurz vor Jürgenshagen folgte schließlich der Höhepunkt des beliebten Ausritts – das Fuchsabjagen. Gleich beim ersten Versuch setzte sich Nele Schumann an die Spitze der Reiter und holte den Fuchsschwanz mit einem gekonnten Ruck vom Galgen. Für die Jürgenshägerin war es der erste Fuchsschwanz und das wurde euphorisch gefeiert.

Zurück auf dem Reiterhof von Anja und Rainer Papajewski klang die gelungene Reitjagd bei deftiger Suppe aus. Den Abschluss bildete schließlich das Reitgericht. „Dieses Jahr bin ich oberste Richterin“, sagte Anja Papajewski lachend. Ihr und ihren Helfern entging während der Reitjagd kein Verstoß, sodass die Reiter noch einmal richtig Zittern mussten. Denn wer beispielsweise den Master überholte oder zum Absprung ansetzte, die Hürde dann aber nicht nahm, musste dafür vor dem traditionellen Reitgericht gerade stehen. Auch „wer das Pferd unfreiwillig verlassen hat, muss einen Obolus zahlen“, verrät Anja Papajewski. So bitter ernst ist die Richterin allerdings nicht. Schließlich sei die Reitjagd eine Veranstaltung, die Freude bereiten soll. Rücksicht sei jedoch das oberste Gebot, erklärt die „oberste Richterin “ und war sichtlich zufrieden mit dem diesjährigen Ausritt. Zum Ende hin wurde ein Reiter zwar vom Pferd geworfen, passiert sei ihm dabei aber nichts. „Es gab keine Unfälle, das ist immer das Wichtigste“, so Anja Papajewski abschließend.

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