Passin : Reiten gegen Alltagsstress

Einen spontanen Ausritt in den Winterferien machten Niklas und Angelina Kuchenbecker unter Anleitung von Reitpädagogin Katy Burmeister.
Einen spontanen Ausritt in den Winterferien machten Niklas und Angelina Kuchenbecker unter Anleitung von Reitpädagogin Katy Burmeister.

Reitpädagogin Katy Burmeister aus Passin hat neue Ferienprojekte und Kursangebote vorbereitet

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17. Februar 2018, 09:00 Uhr

Im vergangenen Herbst machte sie mit ihrem Intensivkurs rund ums Pferd einen ersten Probelauf auf ihrem Hof in Passin. Nun stellt Katy Burmeister ihr Programm für Reitpädagogik für das aktuelle Jahr vor.

Die gelernte Pferdewirtin ist seit 2016 zertifizierte Reitpädagogin und bietet seitdem auf ihrem Hof Therapien und Kurse für Kinder und Erwachsene sowohl mit als auch ohne Behinderung an. „Ich habe schon oft erlebt, welche Auswirkungen das Reiten auf Körper, Geist und Emotionen bei Menschen haben kann. Von da an war für mich klar, mich in dem Bereich weiterzubilden“, erzählt Katy Burmeister. Dabei differenziert sie ihre Angebote klar vom herkömmlichen Reitunterricht. „Bei mir geht es hauptsächlich um pädagogische Aspekte. Das heißt, es gibt keinen Leistungsdruck“, erklärt sie. „Heutzutage stehen Kinder in der Schule und bei ihren Hobbys, zum Beispiel beim Sport oder beim Üben für ein Konzert, genug unter Druck. Ich biete ihnen aber einen Ausgleich“, sagt sie. „Vor kurzem hatte ich einen Jungen, der mit Fußball aufgehört, dafür aber mit dem Reiten angefangen hat.“

Für Kinder dürften die Ferienprojekte interessant werden. Los geht es in den Osterferien mit einer zweiten Intensivwoche, diesmal rund ums Reiten. In vier Tagen, vom 26. bis 29. März, lernen Kinder von neun bis 14 Jahren, wie man ein Pferd versorgt und pflegt und wer beispielsweise beim Reiten Vorfahrt hat. Auch eine Pferderallye mit Parkour und einem Quiz ist geplant.

In den Sommerferien bietet Katy Burmeister dann ein spezielles Reittheater mit Zeltlager inklusive Lagerfeuer an. Dabei proben die Kinder vom 16. bis 20. Juli mit zwei Pferden ein Theaterstück ein und erzählen die Geschichte „Wie das Pferd zu den Indianern kam“. Jedes Kind bekommt eine Rolle und einen Indianernamen. Am Ende dürfen sich die Eltern über eine Aufführung freuen.

„Ein ähnliches Reittheater mit Ritterspielen haben wir letztes Jahr schon einmal bei der Diakonie in Dobbertin umgesetzt. Das wurde sehr gut angenommen“, sagt Katy Burmeister. Neben den Proben für das Theaterstück stehen auch Wahrnehmungsübungen auf dem Programm. So sollen die Teilnehmer beispielsweise ihre Hände an die Nüstern der Pferde halten und deren Atemrhythmus erkennen.

Die Herbstferien gestaltet die Reitpädagogin dann vom 8. bis 11. Oktober mit geführtem Sternritt abwechslungsreich. Jeden Tag steht ein anderes Ausflugsziel auf dem Programm. Teilnehmen können Kinder ab neun Jahren und Erwachsene bis 60 Jahre. Nach einem Elterngespräch und Vorbereitungszeit können auch Menschen mit Behinderung mitmachen.

Von den Kursen vom vergangen Jahr haben sich bereits viele Teilnehmer erneut für ihre Angebote angemeldet, sagt Katy Burmeister. Aber sie hofft, noch viel mehr Leute von ihrer Arbeit zu überzeugen. So auch mit neuen Angeboten. Ab März finden zweimal im Monat sogenannte Wohlfühlsonntage statt. Dort können Familien je nach Wunsch Reiterspiele, geführte Ausritte mit Pflanzenmemory oder Entspannungstechniken auf und mit dem Pferd erleben.

Ebenfalls ein neues Konzept: die mobile Reitpädagogik. „Das bedeutet, ich komme mit den Pferden direkt in Kindergärten, Schulen, Tageseinrichtungen oder Seniorenheime. Für letztere komme ich sogar mit einem Pony vorbei, das nur einen Meter groß ist. Mein Ziel bei der Arbeit mit Kitakindern ist es, sie optional auf die Schule vorzubereiten. Durch die Spiele mit den Pferden verbessern sich ihre Konzentrationsfähigkeit, die Fein- und Grobmotorik sowie ihre Wahrnehmung. Auch das Sozialverhalten und die Fähigkeit, in Gruppen Aufgaben zu bewältigen, wird gefördert. Muskeln und Körperspannung werden auch trainiert.“ Dafür angemeldet haben sich bereits die Warnowkrümel aus Schwaan, die Gänseblümchen aus Tarnow und Kinder der Kita aus Bernitt.

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