Freundeskreis Pinsk : Reise war ein voller Erfolg

Mit ihrem Besuch in der weißrussischen Stadt Pinsk konnten die Mitglieder des Freundeskreises vielen Bedürftigen eine Freude machen. Bei einem Sommerfest für behinderte Kinder verteilten sie Geschenke an alle Besucher. Fotos: Privat
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Mit ihrem Besuch in der weißrussischen Stadt Pinsk konnten die Mitglieder des Freundeskreises vielen Bedürftigen eine Freude machen. Bei einem Sommerfest für behinderte Kinder verteilten sie Geschenke an alle Besucher. Fotos: Privat

Ehrenamtliche aus Bützow und Umgebung unterstützen Bedürftige in Weißrussland

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17. Juni 2016, 21:00 Uhr

Lange haben sie die Reise geplant, nun sind die Mitglieder des Freundeskreises Pinsk wieder zurück – und können auf eine erfolgreiche Tour zurückblicken. Anlaufstationen für die Ehrenamtlichen aus Bützow und Umgebung waren ein Kinderheim, ein Altenpflegeheim sowie die Sozialstation des Weißrussischen Roten Kreuzes. Höhepunkt der Reise war ein großes Sommerfest für behinderte Kinder, zu dem zahlreiche Besucher gekommen waren. Das sei ein ungewohntes Bild gewesen, erzählt Udo-Michael Dinnebier, der zum festen Kern des Freundeskreises Pinsk gehört. Denn behinderte Kinder würden in Weißrussland eher vor der Öffentlichkeit versteckt, aus Scham.

Davon war beim Sommerfest allerdings keine Spur. „Das war richtig gut vorbereitet. Die Schule, die es organisiert hat, hat ein fast einstündiges Programm auf die Beine gestellt“, berichtet Dinnebier. Die Ehrenamtler nutzten die Veranstaltung, um allen Besuchern eine kleine Freude zu machen. So überreichten sie jedem Kind ein Geschenk, für die Eltern gab es jeweils eine Tüte Kaffee und zu essen gab es deutsche Bratwurst vom Grill.

Möglich gemacht wurde vieles davon vor allem durch die Spendenbereitschaft der Bützower, sagt Dinnebier. „Wir konnten mit insgesamt 140 Tüten Kaffee losfahren, so viele hatten wir noch nie. Das hat uns richtig gefreut.“ Außerdem konnte der Trupp einen Rollstuhl für Kinder mitnehmen, den eine Familie aus Bernitt gespendet hatte. Mit im Gepäck hatten die Ehrenamtler außerdem etwa 100 Kilogramm Windeln.

Udo-Michael Dinnebier gehört seit den Anfangstagen zum Freundeskreis Pinsk. Für ihn ist das Helfen zur Selbstverständlichkeit geworden. „Am Anfang war es ein Abenteuer, aber mittlerweile ist das eine feste Tradition und wir haben dort viele Freunde gewonnen“, erzählt er. Zudem sei es eine einschneidende Erfahrung, „wenn man sieht, unter welchen Bedingungen die Leute dort leben – und zwar mitten in Europa“.

Das nächste Treffen des Freundeskreises Pinsk findet Ende Juli statt. „Dann kommen drei Familien aus Pinsk hierher. Sie bekommen eine Ferienwohnung von uns und können es sich hier zehn Tage lang richtig gut gehen lassen“, sagt Dinnebier. Zu diesem Anlass würde es dann auch ein kleines Sommerfest geben, bei dem alle Beteiligten der diesjährigen Pinsk-Reise noch einmal zusammenkommen.

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