Aufbau-Tagebuch : Regen bringt Schäden ans Licht

Ein Riss im Innenbereich wurde durch den Tornado verstärkt.   Fotos: Sabine Herforth (3)
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Ein Riss im Innenbereich wurde durch den Tornado verstärkt. Fotos: Sabine Herforth (3)

Monate nach dem Tornado zeigt sich in der Grundschule, dass auch das Flachdach nicht von der Zerstörung verschont blieb

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04. August 2015, 17:36 Uhr

Es tropft und tropft in der Grundschule am Schlossplatz. Eimer stehen verteilt auf den Treppenstufen, ganz unten füllt sich langsam aber stetig eine Wanne mit Wasser. „Es zeigte sich in der vergangenen Woche – als das Wetter so schlecht war – , dass im Bereich der Oberlichter und der Einbauflächen stark Regen durchkommt“, erklärt Architekt Hartmut Böhnke.

Die undichten Stellen müssen nun abgedichtet werden – aber genau das ist die Herausforderung. Denn der Regen wird über eine Innenentwässerung abgeleitet. Das Flachdach ist quasi eine quadratische  Badewanne. Eine Foliendichtung sorgt dafür, dass Wasser nicht durchdringt und eine Kiesschicht hält die Folie bei Wind an Ort und Stelle. „Wo will man da was finden?“, fragt sich Böhnke. Denn ein Loch unter Kies zu finden kommt der Suche nach einer Nadel im Heuhaufen gleich. Einzige Möglichkeit ist die gesamte Dachfläche zu kontrollieren – dafür muss der Kies runter – oder gleich neu Decken und so die womöglich zeitintensive Suche umgehen.

Der Außenbereich sehe sonst schon erstaunlich gut aus, ist der Architekt zufrieden. Dennoch werden sich die Arbeiten noch bis in die Schulzeit hinziehen. „Wir versuchen alles, was im Innenbereich zu tun ist, in der Ferienzeit fertig zu kriegen“, so Böhnke. So müssen beispielsweise gut 60 Scheiben getauscht werden, Ausbesserung an Parkett und anderen Böden sind nötig. Zudem sollen Risse ausgebessert werden, von denen viele durch den Tornado noch einmal in Bewegung gekommen sind. Alles in allem wird die Baustelle aber noch bis in den Herbst andauern.

„Wir haben mittlerweile alle Handwerker unter Vertrag“, berichtet Böhnke. Auch seien alle Arbeiten zeitlich koordiniert. In den nächsten Tagen geht es hier also in die Vollen.  „Da müssen wir zusehen, dass wir die Termine einhalten“, sagt der Architekt. Denn eigentlich hätten die Putzarbeiten bereits beginnen sollen „Aber wir sind mit dem Gerüst noch nicht so weit – also verschiebt sich alles.“

Schicken Sie uns Ihre Vorher- und Nachherfotos von den Tornadoschäden bei Ihnen daheim (mit Name und Aufnahmeort) per E-Mail an buetzow@svz.de oder besuchen Sie uns in der Redaktion, Langestraße 34.

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