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Bützower Zeitung

21. November 2017 | 22:36 Uhr

Rechtzeitig Werkstattluft schnuppern

vom

svz.de von
erstellt am 27.Apr.2012 | 09:24 Uhr

Bützow | Wer auf das Ende seiner Schulzeit zusteuert, sollte sich rechtzeitig Gedanken darüber machen, in welche Richtung er bei seiner künftigen Berufswahl gehen möchte. Mit einem Berufsorientierungstag will der Bützower Berufsbildungsverein mit Sitz in Steinhagen Jugendlichen dabei helfen.

"Wir wollen den jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich rechtzeitig darüber klar zu werden, was sie einmal werden möchten, was sie interessiert und wozu sie Lust haben", sagt Peter Müller, Geschäftsführer beim Berufsbildungsverein. Über verschiedene Schulen waren deshalb die Jugendlichen mit ihren Eltern und Großeltern gestern zum Besuch des Berufsbildungsvereins in Steinhagen eingeladen worden. Es sollte ihnen die Möglichkeit gegeben werden, in den verschiedenen Werkstätten und Ausbildungsbereichen in die unterschiedlichsten Berufsfelder reinzuschnuppern.

Leider machte gestern nur ein Jugendlicher mit seiner Mutter von dieser Möglichkeit Gebrauch. Der 14-jährige Leon Reinhardt aus Gägelow, Schüler der 8. Klasse der Förderschule Neukloster, interessiert sich vor allem für die Ausbildung zum Landmaschinen- und Kfz-Mechaniker. "Leon mag vor allem Traktoren, sammelt sogar Modelle davon", sagt Frauke Reinhardt, die selbst Malerin ist, also einen handwerklichen Beruf ausübt.

So passte es denn auch ins Bild, dass Leon gestern zu seiner ersten Orientierungsstunde in der Kfz-Werkstatt im grünen "John Deer"-Overall kam. In der Werkstatt, wo es nach Öl und Schmierstoffen roch und Maschinenteile auf dem Tisch standen, fühlte sich Leon gleich wohl, das war zu spüren. Interessiert hörte er zu, als Meister René Rolfos den schon länger in der Werkstatt arbeitenden Jugendlichen die nächsten Schritte zum Zusammenbau eines Motors erklärte. Noch hat Leon etwas Zeit, bevor er seine Entscheidung über seine Berufsausbildung treffen muss. Hat er doch noch ein Schuljahr vor sich. Aber diese Zeit kann er schon nutzen. Denn schon während der Schulzeit kann Leon, wie andere seiner Mitschüler auch, an der regelmäßigen Berufsfrühorientierung des Berufsbildungsvereins teilnehmen. Einmal pro Woche kann er dann in der Werkstatt arbeiten. Zuvor wird im Verein in einer "Potentialanalyse" ermittelt, wo die besonderen Stärken der Jugendlichen liegen und wo vielleicht nicht. "Die jungen Menschen sollen Freude an ihrer Arbeit haben, dann gelingt sie auch", umreißt Peter Müller das Anliegen. Eines sei jedenfalls die Erfahrung, sagt er: "Wo das Elternhaus dahinter steht, klappt es auch mit der Ausbildung". Deshalb sind er und seine Mitarbeiter etwas enttäuscht darüber, dass nur eine Mutter und ihr Sohn vom gestrigen Angebot Gebrauch machten.

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