Schwaan : Rasen benötigt dringend Pflege

Der neue Rasentraktor würde hier auf dem Großfeld zum Einsatz kommen, wie Ralf Loheit erklärt.
Der neue Rasentraktor würde hier auf dem Großfeld zum Einsatz kommen, wie Ralf Loheit erklärt.

Weil der Mähtraktor im vergangenen Jahr seinen Geist aufgab, sammelt die Schwaaner Eintracht jetzt Spenden für einen neuen.

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31. März 2020, 05:00 Uhr

Grün so weit das Auge reicht. Immerhin 2,5 Hektar. Da möchte wohl niemand in der Haut des Platzwartes stecken, der fürs Mähen zuständig ist. Zumindest dann nicht, wenn der Aufsitzrasenmäher kaputt ist. Im vergangenen Jahr gab der Rasentraktor der Schwaaner Eintracht den Geist auf. „Zum Glück hilft uns der städtische Bauhof momentan aus“, sagt Ralf Loheit, Präsident des Fußballvereins. „Aber das geht natürlich nicht auf Dauer.“

Darum sammelt der Verein nun Spenden über das Crowdfunding-Projekt 99 Funken der Rostocker Ostseesparkasse. Das funktioniert so: Verschiedene Projekte stellen sich vor. Wer sie unterstützen möchte, kann online einen Spendenbetrag angeben. Dieser wird registriert.

Wenn die sogenannte Fundingschwelle überschritten ist – im Fall der Schwaaner Eintracht sind das rund 4000 Euro – werden die Spenden ausgezahlt. Die Ospa legt noch einen Teil drauf – den Schwaanern winken 465 Euro. Wird die Schwelle nicht überschritten, gibt es für den Verein nichts, alle Gelder bleiben bei den Spendewilligen.

Löcher sind ein Verletzungsrisiko

Insgesamt wirbt die Eintracht um 6000 Euro Spendengeld. „Das reicht für den Aufsitzrasenmäher und einen Mähroboter“, sagt Ralf Loheit. Letzterer soll den Traktor entlasten. „Sonst nutzen die Geräte sich sehr schnell ab und wir stehen in zwei Jahren vor der nächsten Anschaffung“, erklärt der Vereinschef.

Ein gepflegter Rasen ist für die Fußballer Gold wert. Ist das Gras zu lang, rollt der Ball nicht richtig und die Pässe misslingen. Auch Löcher im Boden sind ein Ärgernis, denn sie bergen ein hohes Verletzungsrisiko.

„Mit 200 Mitgliedern sind wir ein eher kleiner Verein“, betont Loheit. „Darum können wir solche Investitionen nicht aus eigener Kraft stemmen. Zum Glück unterstützen uns die Sponsoren.“ Der Vereinspräsident hofft, dass bei all den Sorgen, die die Menschen momentan umtreiben, ein vergleichsweise kleines Projekt wie das des Rasentraktors für die Eintracht nicht aus dem Blick gerät. Bis zum 19. April kann noch gespendet werden. Gestern stand die Eintracht kurz davor, die Fundingschwelle zu erreichen.

Entscheidung im April

Im April entscheidet der Verein darüber, ob die geplanten Großveranstaltungen stattfinden können. Das erste Event wäre der Büwo-Cup am 13. Juni. „Sollten wir ihn absagen müssen, fallen damit für den Verein auch Einnahmen weg“, erklärt Loheit.

Normalerweise wäre die Rückrunde mittlerweile wieder angelaufen. Doch auf dem großen Platz am Schwaaner Stadtrand sind wie überall Training und Spiele abgesagt. Vor den Toren flattert rot-weißes Plastikband im Wind. „Da haben wir frischen Rasen gesät“, sagt Ralf Loheit. Denn wenn das öffentliche Leben wieder hochfährt, will auch die Schwaaner Eintracht wieder mit einem gepflegten Platz dabei sein.

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