Bützow : Projekt „Stadtgefährten“ präzisiert

Sabine Prescher zeigt Exponate im Museum, das im Krummen Haus untergebracht ist.
Sabine Prescher zeigt Exponate im Museum, das im Krummen Haus untergebracht ist.

Heimatmuseum Bützow: Stadtverwaltung schlägt „Heimat – lost and found“ als Titel für Ausstellung und Veranstaltungsreihe vor

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15. Februar 2018, 21:00 Uhr

Was bedeutet der Begriff Heimat für die Bewohner Bützows? Mit dieser Frage soll sich eine Ausstellung und eine Veranstaltungsreihe beim Projekt „Stadtgefährten“ befassen. Eine verfeinerte Skizze fürdie Neuausrichtung des Heimatmuseum stellte Katja Voß, Referentin für Projekte und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt, am Mittwoch den Mitgliedern des Ausschusses für Bildung und Soziales vor.

Die Stadt will sich bei der Kulturstiftung des Bundes um 150 000 Euro bemühen, um dem Heimatmuseum ein neues Gesicht zu geben. 15 000 Euro müsste die Kommune selbst beisteuern. Der Antrag muss ausformuliert bis 28. Februar abgegeben werden. Die Jury der Kulturstiftung wird im Mai hinter verschlossenen Türen über die Förderung entscheiden.

„Lost and found“ steht im englischsprachigen Ausland für Fundbüro. Im übertragenen Sinn soll es beim Projekt „Stadtgefährten“ darum gehen, dass das Heimatmuseum zu einem Ort der Begegnung wird. Kinder, Geflüchtete, Erzähler und Stadthistoriker gehen, so die bisherige Vorstellung, gemeinsam auf „Expedition in den jeweiligen Alltag“, sagte Voß. Im Dialog zwischen den Generation könnten biografische Erfahrungen gesammelt werden. Dahinter steckt die Erfahrung, dass sich der selbe Ort für zwei Menschen ganz unterschiedlich anfühlen kann. Im Heimatmuseum, so Voß weiter, könnten Geschichten und Objekte in einem offenen Depot zusammengetragen werden. Workshops könnten Teilnehmer aus der Bürgerschaft zum Beispiel in der „Oral History“ schulen, bei der sich Zeitzeugen möglichst unbeeinflusst äußern können. Eine weitere Idee ist, dass Schaufenster in leerstehenden Geschäften und Wohnhäusern genutzt werden könnten, um Ausstellungs- und Erinnerungsstücke, Zitate und Fotos zu zeigen. Manfred Urban (Linke) sagte, dass ihm diese Überlegungen gefielen. Gleichwohl solle man einem Kurator, der befristet angestellt werden soll, nicht zu enge Vorgaben machen. Joachim Fiedler (SPD9 , der dem Ausschuss vorsitzt, sagte, er sehe gute Chancen, Fördergeld zu erhalten. Er fragte Sabine Prescher vom Museum, die die Sitzung verfolgte, ob das Krumme Haus Platz für zwei weitere Mitarbeiter habe – sie bejahte dieses. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) fügte hinzu, er sehe die Möglichkeit, eine „nette, aber wenig emotionale Ausstellung“ zu etablieren.

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