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Unfall Alt Karin : Polizei bei Alarmierung schlicht vergessen

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"Einsatz verschlafen" - so einen Vorwurf hört man nicht gern. Vor allem nicht, wenn er nicht zutrifft. Gert Frahm, Sprecher der Polizeiinspektion Güstrow, stellt den Sachverhalt zum Unfall in Alt Karin am Freitag richtig

svz.de von
erstellt am 05.Jan.2015 | 16:30 Uhr

Ein Auto liegt mit Totalschaden am Straßenrand der L104, Kameraden der Feuerwehr sind mit Räumarbeiten beschäftigt und die beiden Frauen aus dem Fahrzeug bereits im Rettungswagen auf dem Weg ins Krankenhaus. Dann erst - etwa 80 Minuten nach der Alarmierung - trifft die Polizei am Unfallort ein. "Polizei verschläft Einsatz" - über diese Überschrift haben sich die Beamten naturgemäß alles andere als gefreut. Eine Erklärung dazu gab es am Freitag jedoch nicht mehr.

"Die Kollegen kamen sehr spät. Da gibt es kein Vertun", räumt Gert Frahm, Sprecher der Polizei-Inspektion (PI) Güstrow heute auch ein. Aber: "Wir wurden bei der Alarmierung schlicht und ergreifend vergessen!" Der Notruf sei bei der Rettungsleitstelle in Bad Doberan eingegangen, die alle notwenigen Schritte veranlasste und koordinierte. Fast alle.

Erst eine Stunde nach der Alarmierung, als es unter anderem um die Koordinierung der Abschlepparbeiten ging, stellten die Helfer vor Ort fest, dass Polizisten fehlten. "Das kommt vor", will Gert Frahm nicht dramatisieren. Auch Personalnot und Sparzwang lässt der Polizeisprecher nicht gelten. "Es war ein Streifenwagen verfügbar - und der wäre bei Benachrichtigung auch entsprechend sofort rausgefahren. Frontalunfall an einen Baum mit Verletzten, das ist in der Prioritätenliste schon weit oben", versichert er. "Da wäre anderes stehen geblieben."

Bei dem Unfall auf der L104 bei Alt Karin unweit von Kröpelin waren am Nachmittag des 2. Januar zwei Frauen verletzt worden. Ihr Fahrzeug war in einer leichten Kurve frontal gegen einen Baum gerast.

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