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Bützower Zeitung

23. November 2017 | 03:06 Uhr

Bützow : Politische Plattform für Frauen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) zu Gast beim traditionellen Forum im Bützower Rathaussaal

von
erstellt am 30.Mär.2017 | 05:00 Uhr

Einmal mit einer Landespolitikerin über aktuell relevante Themen sprechen – diese Möglichkeit hatten gestern Frauen aus Bützow und Umgebung. Anlässlich des traditionellen Frauenforums, kam Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) nach Bützow. Sie berichtete den Teilnehmerinnen von den Themenschwerpunkten, die in ihrem Ministerium derzeit bearbeitet werden, und stellte sich Fragen.

Bevor die Politikerin das Wort übernahm, gab es aber erst einmal einen Exkurs zum Thema Frauenwahlrecht. Gleichstellungsbeauftragte Britta Schacht, die das Frauenforum gemeinsam mit dem Demokratischen Frauenbund (dfb) organisierte, sprach über die Anfänge der politischen Mitwirkung von Frauen – oder vielmehr über den langen Kampf, bis das überhaupt möglich war. Auch heute noch würden viele Frauen teilhaben wollen, doch vielen sei die Politik zu anonym, sagte Britta Schacht. „Mein Anliegen ist es immer, Frauen für die Bützower Stadtvertretung zu gewinnen.“

Wie konkrete politische Arbeit aussieht, verdeutlichte Stefanie Drese dann am eigenen Beispiel. Thema ihres Vortrages waren unter anderem die Kitabeiträge. In dieser Hinsicht solle es zum 1. Januar 2018 eine Entlastung von 50 Euro für Eltern geben. Dieser Punkt animierte Astrid Peters, Bürgermeisterin von Baumgarten dazu, der Ministerin einen Vorschlag mit auf den Weg zu geben: „Ich bin der Meinung, dass die Kita eine Bildungseinrichtung ist und das Land 80 Prozent der Personalkosten übernehmen sollte.“

Drese betonte zudem, dass auch das Thema Frauen in Führungspositionen „nach wie vor ein Thema“ sei und sie sich persönlich dafür einsetze, dass es in dieser Hinsicht weiter vorangeht. Dass Gleichberechtigung für sie aber nicht nur das Fördern von Mädchen und Frauen bedeutet, machte die Politikerin aber ebenfalls deutlich: „Wenn wir von Gleichberechtigung reden, heißt das für mich aber auch, Jungs für klassische Frauenberufe zu begeistern.“

Antje Wolff vom dfb machte sich für Frauen über 60 stark. Man müsse ihnen die Möglichkeit geben, so lange wie möglich aktiv zu sein und dafür auch entlohnt zu werden. Denkbar seien zum Beispiel Hilfsstellen in Kitas oder Pflegeeinrichtungen. „Es wäre nicht schlecht, eine Gruppe zu bilden, die darüber diskutiert, was man in dieser Hinsicht politisch für Frauen tun kann“, so Antje Wolff. Stefanie Drese fand Gefallen an dem Vorschlag und bot direkt an, langfristig einen Termin für eine solche Diskussionsrunde anzusetzen.

Nachdem die Ministerin sich verabschiedet hatte, konnten die Frauen auch Fragen an Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) loswerden, der als einziger Mann an dem Forum teilnahm. Dabei spielten aber weniger frauenpolitische Fragen eine Rolle, sondern straßenbauliche.

Britta Schacht zeigte sich nach der Veranstaltung zufrieden mit dem Ablauf. „Ich freue mich, dass wieder so viele Frauen teilgenommen haben. Das ist auch ein Ansporn für die Zukunft.“ Für 2018 hat sich die Gleichstellungsbeauftragte jetzt schon die Zusage von Stefanie Drese gesichert.

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