Bützow : Plakate zeigen Haltung

Otto und Edith Kummert bauten gestern di Ausstellung mit Plakaten von Studenten aus Europa im Kunsthaus auf. Ab Sonnabend ist die Exposition zu sehen.
Otto und Edith Kummert bauten gestern di Ausstellung mit Plakaten von Studenten aus Europa im Kunsthaus auf. Ab Sonnabend ist die Exposition zu sehen.

Am Sonnabend wird neue Ausstellung im Kunsthaus Bützow eröffnet / Arbeiten von Studenten aus Europa

svz.de von
26. November 2015, 20:34 Uhr

Ein grünes Windrad, das aus einem schwarzen Samenkorn „wächst“. Ein Atommeiler mit den Flügeln eines Windrades. – Diese und rund 100 weitere Plakate haben Edith und Otto Kummert aus Anklam nach Bützow mitgebracht. Ab kommenden Sonnabend, 28. November, sind die Arbeiten von Studenten aus ganz Europa in einer neuen Sonderschau im Kunsthaus, Langestraße 20, zu sehen. Zur Vernissage wird um 15 Uhr eingeladen.

Otto Kummert aus Anklam ist selbst Grafikdesigner, war Leiter der Designschulen Anklam und Schwerin, und ist Vorsitzender des Vereins Neuer Kunstkreis. Der rief 2001 zum ersten Mal zur „Europäische Plakatbiennale der Kunst- und Designerschulen“ auf.

Alle zwei Jahre werden Studenten aus ganz Europa aufgerufen, ihre Ideen zu einem bestimmten Thema auf ein Plakat zu bringen, erzählt Edith Kummert. So ging es zum Beispiel um „Jugend für Europa“, „Jugend gegen Gewalt“, „Frieden den Menschen – Frieden der Natur“ oder um „Junge Energie für Europa“. Drei bis fünf Monate haben die Studenten nach Erhalt der Ausschreibungsunterlagen Zeit, ihre Plakate zu entwerfen. Am Ende der Ausschreibung stehen rund 250 Arbeiten zur Auswahl. „Eine internationale Jury vergibt dann die Preise und wählt rund 120 bis 150 Plakate aus, die dann in einer Ausstellung gezeigt werden“, erklärt Otto Kummert, zugleich Kurator der Biennale. Seit vielen Jahren Mitglied dieser Jury ist zum Beispiel Marianne Bludau aus Güstrow, die im Zeichenzirkel des Kunsthauses mitwirkt und die Idee hatte, die Plakate nach Bützow zu holen.

Das Spektrum der Arbeiten sei sehr breit. Aus Norwegen, Polen, Ungarn und „sogar von zwei Designschulen aus Israel“ haben sich in den zurückliegenden Jahren Studenten an den Wettbewerben beteiligt, erzählt Otto Kummert. Es sei die Vielseitigkeit, die begeistert.

Zunächst wird die Ausstellung immer in der Nikolaikirche in Anklam gezeigt. Otto Kummert schwärmt von der großartigen Atmosphäre in der Kirche, in der die Plakate zur Wirkung kommen. Doch die Exposition geht auch auf „Wanderschaft“. Stolz sind die Kummerts, dass sie die Plakate auch schon im Europäischen Parlament in Brüssel zeigen durften.

Nun haben sie rund 100 Arbeiten zu den verschiedenen Themen nach Bützow gebracht. Bis zum 16. Januar ist „Youth in Europa“ im Kunsthaus zu sehen.

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