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Bützower Zeitung

21. Oktober 2017 | 01:39 Uhr

Neu Wiendorf : Pilger- und Wanderweg gesperrt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bürgermeister will Lösung suchen / Der Grund ist ein kaputter Steg – auf privatem Boden

von
erstellt am 19.Jan.2017 | 09:00 Uhr

Seit sie denken können, gibt es die kurze Wegeverbindung von Neu Wiendorf kommend am Bahndamm entlang über einen kleinen Holzsteg in Richtung Schwaan. Nun stehen Jürgen Rösler und Hans Entrich vor einer Warnbake. Denn in der kleinen Überführung sind zwei Holzbohlen gebrochen.

„Dieser Zustand hält nun schon seit Monaten an. Ich dachte ja erst, das werde gleich erledigt. Doch nun passiert seit Wochen nichts“, sagt Jürgen Rösler. Das verwundert ihn. Denn der Holzsteg ist eine kurze Wegeverbindung für Fußgänger und Radfahrer zwischen dem Wiendorfer Ortsteil und Schwaan. „Am anderen Ende kommt man in der Marienstraße raus und ist dann schnell in der Stadt“ so Rösler. Zudem sei es auch ein beliebter Wanderweg.

Hans Entrich verweist noch auf einen anderen Aspekt. Der unbefestigte Weg ist auch als Pilgerweg ausgewiesen. Das entsprechende Symbol ist an Straßenlaternen befestigt.

Der Bach und die Brücke befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Wiendorf, informiert Hauptamtsleiter Dirk Antelmann. Mehr noch: „Es ist ein privates Grundstück. Deshalb hat die Verwaltung 2016 entschieden, die Brücke aus Gründen der Verkehrssicherheit zu sperren“, so Antelmann und weiter: „Auch der betreffende Weg verläuft zum Teil über private Grundstücke und ist damit nicht für die Nutzung durch die Allgemeinheit gewidmet.“

Dass der Weg teilweise über Privatgrundstücke geht, ist für Wiendorfs Bürgermeister Frank Heidelk nicht neu. Überrascht zeigte er sich aber von der Tatsache, dass sich auch die Brücke selbst auf privatem Grund und Boden befinden soll. „Das war mir bisher nicht bewusst.“

Nicht zum ersten Mal weise der kleine Steg Schäden auf. Die habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren auch schon mal behoben, so Heidelk. Doch dieses Mal wollte er das nicht so ohne Weiteres machen. „Schließlich nutzen auch die Schwaaner den Weg.“ Er wäre daran interessiert, dass der Weg und der Steg auch künftig von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. „Es ist sicherlich nicht schwierig, ein, zwei Bohlen auszuwechseln. Doch wenn das wirklich privat ist, muss ich das Gespräch mit dem Eigentümer suchen“, sagt Frank Heidelk. Denn rechtlich möchte er schon auf der sicheren Seite sein.

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