zur Navigation springen

Jürgenshagen: Feuer im Betreuten Wohnen : Pflegeschwester rettet 73-Jährigen

vom

Dem umsichtigen Verhalten einer Mitarbeiterin des Betreuten Wohnens der Volkssolidarität in Jürgenshagen verdankt ein 73-jähriger Mann sein Leben. Gestern Morgen hatte sie einen Feuerschein in einem Zimmer entdeckt.

svz.de von
erstellt am 18.Jan.2012 | 10:14 Uhr

Jürgenshagen | Dem umsichtigen Verhalten einer Mitarbeiterin des Betreuten Wohnens der Volkssolidarität in Jürgenshagen verdankt vermutlich ein 73-jähriger Mann sein Leben. Das sagt Barbara Schäfer, Vorstandsvorsitzende des Kreisverbandes Mittleres Mecklenburg der Volkssolidarität. Die 53-jährige Mitarbeiterin befindet sich nach Polizei-Angaben noch für eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus wegen des Verdachtes der Rauchgasvergiftung. "Ich habe mit ihr aber schon gesprochen. Ihr geht es den Umständen entsprechen gut. Natürlich ist der Schock groß", so Schäfer gestern auf SVZ-Nachfrage.

Gestern Morgen gegen 5.20 Uhr sei die Mitarbeiterin zum Frühdienst gekommen und habe einen Feuerschein in dem Zimmer im oberen Stockwerk entdeckt. Sie sei sofort in die Wohnung und haben den Mann, der pflegebedürftig ist, aus dem Zimmer geholt. "Sie hat ihn auf den Flur bis zur Treppe gebracht", erzählt Barbara Schäfer. "Dort an der Treppe haben wir die Mitarbeiterin und den Mann gefunden", schildert Torsten Hohmann, Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt, die Situation, die die Wehrmänner bei ihrem Eintreffen vorfanden. "Die 53-Jährige Pflegeschwester hat, nachdem sie den Mann rausgeholt hatte, die Tür sofort wieder zugemacht, damit kein weiterer Rauch ins Haus dringt. Das war absolut richtig", lobt Hohmann, der gestern früh den Einsatz leitete. Die Kameraden, insgesamt 40 aus Bernitt, Jürgenshagen, Klein Sien und Bützow, brachten die Frau und den Mann ins Freie, evakuierten dann auch die anderen sieben Bewohner der insgesamt acht Wohnungen in diesem Haus. "Wir trugen auch jemanden im Rollstuhl hinaus", so Torsten Hohmann. Als die Kameraden dann wieder in die Wohnung gingen, flackerte das Feuer wieder auf, das sie dann löschen konnten.

Das Wohnhaus gehört zu einer Wohnanlage der Volkssolidarität mit insgesamt fünf Wohneinheiten und insgesamt 40 Wohnungen. Die vier unteren Wohnungen konnten am Nachmittag schon wieder bezogen werden. "Die Bewohner der drei oberen Wohnungen sind noch bei Familienangehörigen", erklärt Barbara Schäfer. Der Geruch sei doch noch da, aber die Wohnungen selbst seien soweit in einem guten Zustand. Der 73-jährige Mann sei mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassen und werde betreut. Bewohner und Mitarbeiter hätten alles den Umständen entsprechend verarbeitet. "Wenn es sein muss, können wir aber auch auf eine psychologische Betreuung zurückgreifen", sagt die Vorstandsvorsitzende.

Noch am Vormittag begannen die Brandermittler mit der Ursachenforschung. "Höchstwahrscheinlich löste ein länger anhaltender Kontakt zwischen einer eingeschalteter Nachttischlampe und der Zudecke den Brand aus", so Polizeisprecherin Kristin Hartfil.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen