Oettelin : Pfadfinderinnen zu Besuch auf dem Gnadenhof

Die Mädchen kommen jedes Jahr nach Oettelin, um Maria-Barbara Tempelmann (hintere Reihe, dritte von rechts) zu helfen.
Die Mädchen kommen jedes Jahr nach Oettelin, um Maria-Barbara Tempelmann (hintere Reihe, dritte von rechts) zu helfen.

Mädchen aus Bützow und Schwaan packen in der Villa der kunterbunten Tiere mit an

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27. Juni 2016, 12:00 Uhr

In der Villa der kunterbunten Tiere in Oettelin ist immer viel zu tun. Insgesamt 40 Tiere – neben Hunden und Katzen gibt es dort auch acht Pferde, drei Ziegen und drei Esel – müssen jeden Tag rundum versorgt werden. Am Sonnabend hatte Maria-Barbara Tempelmann, Gründerin des Gnadenbrothofes, dabei tatkräftige Unterstützung: Pfadfinderinnen der katholischen Gemeinden Bützow und Schwaan traten zu ihrem traditionellen Arbeitseinsatz auf dem Gelände an.

„Im Durchschnitt kommen wir einmal im Jahr hierher und packen bei allem mit an, was so ansteht“, erzählt Claudia Schwittau, die Leiterin der Gruppe. So würden die Mädchen die Esel striegeln, Pferdeäpfel von der Wiese entfernen und die Hunde spazieren führen. Einsätze wie dieser sind ganz im Sinne der Richtlinien, denen sich die Pfadfinderinnen verschrieben haben. „Die Leitlinien dahinter sind das soziale Miteinander, Toleranz, aber auch Umweltbewusstsein“, sagt Claudia Schwittau.

Maria-Barbara Tempelmann freute sich über die Unterstützung, sorgte aber auch dafür, dass sich die Mädchen bei der Sommerhitze nicht übernehmen. So gab es für alle genügend Getränke und eine ausgedehnte Mittagspause.

Auch bei der täglichen Betreuung ihrer Schützlinge bekommt Maria-Barbara Tempelmann viel Hilfe aus dem Dorf. „Auf die Familien Kölzow und Baumann ist immer Verlass“, so Tempelmann. Ulrich Arbeiter nehme im Sommer zudem immer die Pferde auf seine Wiese und versorgt sie dort auch. „Und Bauer Hauenstein aus Zepelin bringt mir Heu und Stroh und fährt den Mist weg. Ihnen allen bin ich für die Unterstützung sehr dankbar.“

Die Tiere auf dem Hof sind alle entweder sehr alt oder krank, weswegen besonders die Tierarztkosten „immense Dimensionen“ annehmen, sagt Tempelmann. So musste einem zugelaufenen Kater wegen einer Verletzung vor kurzem ein Auge entfernt werden, was große Kosten verursacht hat. Das zweite Sorgenkind auf dem Hof ist Haflinger Fredi, der mit einer Fehlstellung der Hufe auf die Welt gekommen ist und dauerhaft von Hufschmied und Tierarzt betreut werden muss, um überhaupt laufen zu können.

„Deswegen freue ich mich immer, wenn jemand eine Patenschaft für ein Tier übernimmt und dann etwas zu den Arztkosten beisteuert“, so Maria-Barbara Tempelmann. Generell könne die Arbeit auf dem Gnadenbrothof, der als gemeinnütziger Verein eingetragen ist, nur mit Hilfe von Spendengeldern funktionieren.

Wer sich den Pfadfinderinnen als Mitglied oder Leiterin anschließen möchte, kann sich unter claudia.schwittau@web.de melden.

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