Bützow : Pegel der Warnow steigt

Der Unterpegel der Warnow zeigt: Bis zur kritischen Grenze ist noch viel Luft.
Der Unterpegel der Warnow zeigt: Bis zur kritischen Grenze ist noch viel Luft.

Staatliches Amt für Umwelt und Landwirtschaft beruhigt: Wasserstand normal / Kein Hochwasser in Sicht

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17. November 2015, 10:00 Uhr

Regen, Regen, Regen – auch gestern blieb es in der Region nicht trocken. Das wird an den Flüssen deutlich. Die Pegel steigen. Der kleine Steg neben dem kleinen Rastplatz am Umflutkanal in Bützow ist kaum noch zu sehen. Dennoch ist alles ganz normal, sagt Dr. Ricarda Börner vom Dezernat für Wasserkunde beim Staatlichen Amt für Umwelt und Landwirtschaft Mittleres Mecklenburg in Rostock. Von einer möglichen Hochwassersituation könne überhaupt keine Rede sein.

Das macht sie an den Werten am Unterpegel der Warnow in Bützow fest. Dort wurde gestern ein Pegelstand von 549 Zentimeter gemessen. „Der Wasserstand liegt in Folge der Regenfälle zehn Zentimeter höher als vor einer Woche, erreicht aber die mittleren Verhältnisse für November noch nicht“, so Börner und weiter: „Der Mittelwasserstand beträgt dort 555.“ Diese Zahl entspricht dem Mittelwert aus der Summe aller Wasserstände, die jemals im November gemessen wurden. Immerhin werden seit mehr als 20 Jahren die Pegelstände von Warnow und Beke regelmäßig registriert. Der Mittelwert für Hochwasser wird dort am Umflutkanal mit 577 angegeben. Dieser wird aus der Summe der jeweils höchsten Wasserstände im November ermittelt. Also bleiben noch fast 30 Zentimeter bis zur kritischen Grenze. Auch die Durchflussmenge sei völlig normal. Diese liege beim Unterpegel der Warnow beim langjährigen Mittelwert von 6,26 Kubikmeter je Sekunde. „Der mittlere Durchflusswert im November beträgt acht Kubikmeter je Sekunde, ist also bei weitem nicht erreicht“, so Ricarda Börner.

Ganz anders zeigte sich das im Januar dieses Jahres. Damals waren Warnow, Nebel und Beke in Schwaan erheblich angestiegen. Allein am Unterpegel der Warnow waren tagelang über sechs Meter gemessen worden, der Höchstwert lag bei 609 Zentimeter. Der Grund damals: Lang anhaltende Niederschläge vor Weihnachten. Als dann zwischen dem 8. und 13. Januar weiterer Regen niederging, rund 50 Prozent der normalen Niederschlagsmenge im Januar, stieg das Wasser in den Flüsse an. Die Situation entspannte sich erst Ende Januar wieder.

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