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Bützow : Partisanen, Lebenslektionen und die erste Liebe

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Mitglieder des Bützower Schreibzirkels präsentierten ihre Stücke im Krummen Haus

von
erstellt am 13.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Die Liebe zur Literatur brachte die Mitglieder des Bützower Schreibzirkels erst vor zwei Jahren zusammen, heute können sie schon öffentliche Lesungen mit ihren selbst verfassten Stücken füllen. Zum dritten Mal lud die kleine Interessengruppe gestern ins Krumme Haus ein. Viele Bützower waren gekommen, um sich von den neuesten Erzählungen und Gedichten des Zirkels unterhalten zu lassen.

Und sie wurden nicht enttäuscht. Mit höchst unterschiedlichen Stücken gaben die Hobbyschriftsteller Einblicke in ihr Seelenleben. So präsentierten Heinz Niebuhr und Johannes Woitzik zum Beispiel einige ihrer Gedichte. Letzterer entführte die Zuhörer in die Dörfer der Region, unter anderem eines, das in den vergangenen Monaten immer wieder von sich hören ließ: Laase. Margot Bungardt-Schüßler las eine ihrer Erzählungen mit dem Titel „Die erste Liebe“ vor. Die Geschichte von Maria, die ihren Freund auflaufen lässt, sorgte im Publikum für so manchen Lacher.

Wolfgang Schubert entführte das Publikum in seine Kindheit, die er bis zum Umzug nach Bützow in Gehlsdorf verbrachte. Die Gründung einer Partisaneneinheit, deren Mitglieder revolutionäre Decknamen verpasst bekamen, verfolgten die Zuhörer mit schmunzelnden Gesichtern.

Einen besonders rührenden Moment bescherte Margrid Zikarsky den Anwesenden mit ihren Erinnerungen an ein Erlebnis mit einem kleinen Jungen, der sie daran erinnerte, dass manche Gedanken, die im alltäglichen Leben durch den Kopf geistern, „doch unwichtig sind“.

Zikarsky hatte neben ihrem Text auch ihre Musik im Gepäck. Zwischen den Lesestücken sang sie für die Besucher mehrere Lieder, unter anderem „Leise zieht durch mein Gemüt“. Am offiziellen Ende der Veranstaltung sangen alle das Lied noch einmal gemeinsam.

Dass die Lesung so schnell vorbei ging quittierten einige der Zuhörer mit einem lauten „Schade“. Und so gab es noch eine kleine Zugabe: Wolfgang Pfannenschmidt, der vorher schon seine Geschichte „Ein glücklicher Tag“ vorgestellt hatte, erzählte von einem Erlebnis mit einem aus dem Iran geflüchteten Ehepaar, das er kennenlernte, als er noch in Güstrow wohnte. Pfannenschmidt berichtete, wie er mit dem Mann das deutsche Volkslied „Sah ein Knab ein Röslein steh’n“ einstudierte, das dieser bei einer Veranstaltung des Landkreises vor einem größeren Publikum zum Besten gab. „Das kam sehr gut an. Man sieht also, dass Musik auch viel zum Verbinden von Menschen beitragen kann“, beendete Pfannenschmidt seine Erzählung.

Nach der Lesung gab es für alle noch Kaffee und Kuchen im Kaminzimmer des Krummen Hauses.

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