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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 09:58 Uhr

Schwaan : Pachtzins für Ackerland steigt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stadtvertretung legt neue Berechnungswerte fest / Auch für Grünland müssen Nutzer künftig mehr bezahlen

von
erstellt am 29.Mär.2017 | 12:00 Uhr

Einnahmen, die Kommunen erzielen, müssen in regelmäßigen Abständen den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. In Schwaan wurden jetzt die Pachtzinsen für landwirtschaftlich genutzte Flächen neu festgelegt. Sowohl für Ackerland als auch für Grünland steigen die Werte.

Derzeit müssen Pächter von Ackerland zwischen 71 und 156 Euro je Hektar berappen. Für Grünland liegt dieser Wert zwischen 45 und 100 Euro je Hektar. Nun steigen diese Werte auf 300 Euro bei Ackerland und 125 Euro bei Grünland. Es wird künftig keine Differenzierung mehr geben.

Hintergrund: Zur Berechnung des Pachtzinses gibt es zwei Methoden. Bei der ersten gelten Orientierungswerte des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg als Grundlage für die Berechnung. Diese Werte wiederum richten sich nach den Bodenpunkten (Acker- und Grünlandzahlen). „Nicht jede Fläche ist ja von der Qualität her gleich“, sagt Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer (UWS). Entsprechend gebe es unterschiedliche Bodenpunkte. Bei der zweiten Methode bilden die vom Staatlichen Landesamt ermittelten durchschnittlichen Jahrespachtentgelte der landwirtschaftlichen Betriebe im Landkreis Rostock ohne Berücksichtigung der Bodenpunkte. Diese Durchschnittswerte werden alle drei Jahre veröffentlicht. Die derzeit gültigen aus dem Jahr 2013 betragen 300 Euro für Ackerland und 122 Euro für Grünland. Die neu ermittelten Pachtentgelte des Jahre 2016 sollen Ende Mai veröffentlicht werden.

Ungeachtet dessen hat sich die Stadt Schwaan dazu entschlossen, sich an den derzeit gültigen Durchschnittswerten zu orientieren. Die neue Regelung gilt für Altverträge ab dem 1. Oktober. Neue Pachtverträge werden sofort mit dem nun festgelegten Pachtzins abgeschlossen.

Schwaan hat rund 480 Hektar landwirtschaftlich genutzte Flächen, davon sind rund 300 Hektar Ackerland und rund 166 Hektar Grünland. Bei den anderen Flächen handelt es sich um Unland, Wasserflächen und ähnliches. Diese werden mit 10 Euro je Hektar berechnet.

Bei manchen Flächen seien auch diese Preise aber nicht zu erzielen, so Mathias Schauer. „Dann ist die Frage wie man sich einigt, um zu sichern, dass diese Flächen gepflegt werden.“

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