Bützow : Oftmals mehr als nur kluge Worte

Was stört Sie an anderen? Holger Klaiber: Also für mich sind die Dinge oft nicht so klar, wie sie sich für den Moment anfühlen und somit sind oft auch die Dinge, welche uns an anderen stören, in sich begründet und teilweise sogar berechtigt. Ich möchte hier nicht für Unzulänglichkeiten werben, mehr aber für Toleranz und Akzeptanz. Und seien wir doch mal ehrlich, haben wir nicht alle einen kleinen Kratzer auf der Platte...
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Was stört Sie an anderen? Holger Klaiber: Also für mich sind die Dinge oft nicht so klar, wie sie sich für den Moment anfühlen und somit sind oft auch die Dinge, welche uns an anderen stören, in sich begründet und teilweise sogar berechtigt. Ich möchte hier nicht für Unzulänglichkeiten werben, mehr aber für Toleranz und Akzeptanz. Und seien wir doch mal ehrlich, haben wir nicht alle einen kleinen Kratzer auf der Platte...

Die Bützower Zeitung stellte auch in diesem Jahr einmal wöchentlich die 20 Fragen zum Wochenende.

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30. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Was würdest Du antworten? Diese Frage stellen sich die Redakteure der Bützower Zeitung schon seit Jahren. Auch wenn es eigentlich Alltagsdinge sind, sind wir immer wieder überrascht über so manche Antworten, die wir auf unsere 20 Fragen zum Wochenende bekommen. Unsere Interviewpartner erlauben uns und Ihnen, liebe Leser, einen kleinen Einblick in ihre ganz persönliche Welt. Dafür sind wir zunächst einmal dankbar. Und es ist immer wieder spannend, denn wir erleben diese Frauen und Männer manchmal von einer ganz anderen Seite. Dabei sind heitere Töne ebenso zu hören wie nachdenkliche.

An dieser Stelle blicken wir noch einmal zurück auf einige dieser Antworten.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?

Katja Voß, aus Bützow, Vorstandsmitglied im Verein Pferdemarkt-Quartier: Im Sommer: Es ist kein bestimmter Platz, in Mecklenburg ist es nahezu überall sehr schön. Ein Lieblingsplatz kann es werden, wenn es ruhig ist, abseits von Hektik und Mecklenburg sich von seinen schönsten Seiten zeigt. Aber einsame Seen, die Küste oder der Garten sind ganz weit vorne. Im Winter: Vor dem Ofen.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?

Tim Philipp Puskeiler, ehrenamtlicher Teammanager der ersten Männermannschaft des TSV Bützow: Ich weiß um die Unmöglichkeit, es allen recht machen zu können, und um die somit schwere Aufgabe eines bzw. unseres Bürgermeisters. Es gibt garantiert viele kleinere und größere Baustellen in Bützow, die einer sofortigen Änderung bedürften. Da ich jedoch auch die „Fußballer-Brille“ aufhabe, würde ich mich freuen, wenn das Projekt „Kunstrasenplatz“ in absehbarer Zeit in Angriff genommen und realisiert werden könnte.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?

Fritz Wolbring, Rentner aus Schwaan, schreibt in SVZ Geschichten up Platt aus Schwaan: Das hängt von der Jahreszeit ab. Sobald die Sonne höher steigt natürlich im Garten. Da gibt es immer etwas zu tun. Ansonsten im behaglichen Wohnzimmer.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?

Eckhard Meiners, Landwirt aus Horst: Mein allererstes Geld habe ich schon im Alter von etwa fünf Jahren verdient. Wenn ich bei meiner Oma eine Karre voll Sand geschippt hatte, gab es 50 Pfennig.

Wofür haben Sie es ausgegeben?

Britta Fuchs, betreibt in Schwaan die Yogaschule Ahimsa: Für einen knallroten, langen Bademantel mit riesigen weißen Punkten.

Was würden Sie gerne können?
Franziska Mohsakowski, Mitglied im Vorstand des Vereins Miteinander Benitz-Brookhusen: Im richtigen Moment mal den Mund halten und nicht immer gleich das sagen, was ich denke. Mir geht es damit zwar besser, aber es ist nicht immer der richtige Weg.


Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?

Norbert Leisegang, Frontmann der Gruppe Keimzeit, die einmal im Jahr in Bützow spielt: Heute Morgen, als ich mich im Spiegel sah.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Victoria Schulz aus Bernitt, absolvierte bei der SVZ ein Schülerpraktikum: Ich habe mich älter ausgegeben als ich bin, um in einen Kinofilm reinzukommen.


Wer ist Ihr persönlicher Held?
Astrid Grigull aus Zepelin, bietet verschiedene Wellnessmassagen, Entspannungsmöglichkeiten und Farbberatungen an, die die Gesundheit unterstützen: Ich selber habe keinen persönlichen Helden, jedoch sind für mich Reinigungskräfte in Krankenhäusern und Heimen oder Bauarbeiter, die täglich auf den Rüstungen stehen, Helden. Schwere körperliche Arbeit, die schlecht bezahlt wird und die dann als Rentner wieder schlecht da stehen, weil sie nichts verdient haben.


Welches Buch lesen Sie gerade?

Marie-Luise Krüger,seit 2015 Mitglied im Klosterverein und seit 2016 Verantwortlich für die Klostergalerie-Gruppe: Momentan fehlt mir gerade die Zeit. So bin ich mit dem Buch von Bruno Preisendörfer „Als unser Deutsch erfunden wurde“ schon eine Weile auf der Reise durch die Lutherzeit.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?

Ulrike Brockmann aus Groß Schwießow, Berufsbetreuerin in Bützow: Immer dienstags „Bones, die Knochenjägerin“ , ich bin unwahrscheinlich gut darin, mitzufiebern und zu wissen, wer der Bösewicht war.


Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?

Katrin Brandt aus Schlemmin, arbeitet im Nebenerwerb als Schneiderin: Mich interessiert weder das eine noch das andere sonderlich. Daher: Bei keinem von beiden. Am ehesten würden Sie mich wohl auf einem Baumarkt antreffen. Die besuche ich nämlich gern in meiner Freizeit.


Wen würden Sie gerne mal treffen?

Michael Bastian, leitet ehrenamtlich die Schwaaner Freizeitliga und ist außerdem bei der Freiwilligen Feuerwehr Tarnow aktiv: Meinen verstorben Vater und meine Oma, das wäre schön und wenn das so wäre, würde mich mein Vater fragen: „Was gibt es Neues?“ und meine Oma hätte bestimmt was gekocht oder gebacken, was ich unbedingt probieren soll.


Wenn Sie selbst kochen: Was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?

Ute Wolter aus Bützow vom Verein Jugendweihe MV: Ich liebe die Abwechslung und probiere gern aus. In meiner Kochbuchsammlung findet sich alles – von deftigen deutschen Gerichten über die leichte italienische Küche bis hin zu orientalischen und asiatischen Rezepten.


Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?

Monika Finck aus Bernitt, Erzieherin in Bützow und engagiert im Bündnis „Eine Blume für Bützow“: „He kleiner Fratz auf dem Kinderrad“ von Herrmann van Veen. Die Konzerte mit ihm waren toll. Und bei diesem Lied habe ich meine Kinder vor Augen, als sie noch klein waren.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?

Monika Hildebrandt ausRühn, ausgebildete Grafikdesignerin und Mediengestalterin, arbeitet in der Kunstmühle Schwaan: Das war eine Jeans, die ich als 16-Jährige von meiner Tante aus Hamburg bekam. Die habe ich geliebt und getragen bis sie auseinanderfiel.


Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?

Ralf Helbig, Mitglied im Vorstand des Klostervereins Rühn:

Ich würde gerne mit einem Schlauchboot oder Kajak durch den Grand Canyon paddeln.


Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?

Winfried Heinicke, Leiter des Bauhofes der Stadt Schwaan und begeisterter Wanderer: Haben Rentner auch Freizeit...? Als Rentner hat man Zeit für sehr viele Dinge. Auf einige muss man sich aber rechtzeitig vorbereiten. Einiges habe ich ja schon verraten. Mindestens zwei Rennsteigläufe sollten dann noch drin sein.


Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Michael Constien, Landwirt aus Jürgenshagen: Meinen beiden Müttern. Sie haben ein Leben lang für viele Menschen gesorgt. Und als Kind kann ich sagen: Sie haben uns nicht nur unter ihrem Herzen getragen, sondern sorgen heute noch dafür, dass wir in ihrer Nestwärme wohlbehütet sind.

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