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Bützower schlug mit einem Knüppel Einbrecher in die Flucht : Nun doch Schüsse in Gartenanlage

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Es sind doch Schüsse gefallen, in der Nacht zu Montag in der Gartenanlage in der Wismarschen Straße in Bützow. Das bestätigt gestern Polizeisprecher Gert Frahm auf Nachfrage. Tags zuvor hatte er das noch verneint.

svz.de von
erstellt am 14.Aug.2013 | 07:15 Uhr

Bützow | Es sind doch Schüsse gefallen, in der Nacht zu Montag in der Gartenanlage in der Wismarschen Straße in Bützow. Das bestätigt gestern Güstrows Polizeisprecher Gert Frahm auf SVZ-Nachfrage. Tags zuvor hatte er das noch verneint, nur bestätigt, dass es in der Gartenanlage zu Einbrüchen gekommen sei. Die Schüsse und die Einbrüche seien zunächst als zwei voneinander unabhängige Sachverhalte geführt worden. Sie gehören, das stehe außer Frage, natürlich zusammen.

Ein Bützower, der die Vorgänge in der Nacht zum Montag nicht nur erlebt hat, sondern selbst Teil der Ereignisse war, meldete sich gestern in der Redaktion der Bützower Zeitung.

Der Mann (der Name ist der Redaktion bekannt) schilderte gestern, was sich ereignete. "Ich habe dort im Gartenhaus übernachtet, als gegen 2.30 Uhr meine beiden Hunde angeschlagen haben. Ich bin dann auf und habe mir einen Knüppel geschnappt um zu sehen, was draußen los ist."

Er habe dann im Nachbargarten zwei Männer gesehen und habe diese dann angesprochen. Es kam zu einem kurzen Wortgefecht. Dann hatte der eine auf einmal eine Waffe in der Hand. "Beim ersten Schuss habe ich gemerkt, dass es nur eine Schreckschusspistole ist", erzählt der Bützower und fügt hinzu: "Zum Glück für mich." Nach weiteren Schüssen sei es ihm dann gelungen, dem Angreifer mit dem Knüppel auf die Hand zu schlagen. Die Einbrecher flüchteten. Er habe aber nicht sein Handy dabeigehabt, musste erst zurück in das Gartenhaus, um dann über den Polizeinotruf 110 Hilfe anzufordern.

Ein anderer Zeuge, der die Schüsse gehört hatte, rief direkt im Bützower Revier an. "Ich bin Jäger, weiß, wenn es sich um Schüsse handelt. Ich konnte nur nicht heraushören, ob es eine Schreckschusspistole oder eine Kleinkaliberwaffe war."

Einer der beiden Täter, sie seien beide vermummt gewesen, sei dann nochmal zurückgekommen. "Er hatte wohl die Waffe verloren und hat sie noch schnell geholt", so der Kleingartenbesitzer.

Das bestätigt Polizeisprecher Gert Frahm. Die Waffe sei nicht gefunden worden. Ein Fährtenhund war noch in der Nacht eingesetzt worden. Auch der kriminaltechnische Dauerdienst war vor Ort. "Die haben jedoch keine verwertbaren Spuren gefunden, die man hätte sichern können."

Der Augenzeuge berichtet, die Diebe hatten schon in den Nachbargärten vor den Häusern das Diebesgut, technische Geräte, wie Akkubohrer usw. bereitgelegt. "Sie wollte sie dann wohl abtransportieren. Ich habe sie dabei wohl gestört." Der Mann ist froh, dass alles so glimpflich ausgegangen sei und dass die etwa 1,75 bis 180 Meter großen Ganoven das weite gesucht hätten. Das betätigt auch Gert Frahm. "Das ist eine Situation, die man so nicht vorhersehen kann."

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