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Bützower Zeitung

24. November 2017 | 17:33 Uhr

Schwaan : Noch mehr Züge sollen hier halten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Stadtvertreter sucht Argumente dafür, dass der Bahnhof noch mehr frequentiert wird

svz.de von
erstellt am 26.Jul.2017 | 12:00 Uhr

Die Zahlen geben ihm Recht, sagt Wolfgang Matuschek. Der Stadtvertreter mit CDU-Mandat kämpft seit Jahren dafür, dass mehr Züge, die im Fernverkehr zum Beispiel in die Bundeshauptstadt unterwegs sind, auch in Schwaan halten. Auch wenn die Aussichten nicht so rosig seien, er möchte weiter jede sich bietende Chance nutzen, sagt der Schwaaner.

Der Umstieg von der Straße auf die Schiene werde seit Jahren bundesweit thematisiert. In Schwaan habe man mit dem Bau des Verkehrsknotenpunktes am Bahnof dafür die besten Voraussetzungen geschaffen, sagt Wolfgang Matuschek. Sowohl Autofahrer als auch Radfahrer würden die neuen Abstellmöglichkeiten am Bahnhof nutzen und fahren dann mit der Bahn weiter. Insbesondere Berufspendler nutzen das verstärkt, habe er festgestellt.

Das würden auch die Zahlen der Deutschen Bahn belegen. Er habe aus einer sicheren Quelle erfahren, dass die Zahl der Reisenden 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 29,7 Prozent gestiegen sei. „Ich weiß nicht, ob das auch dem zusätzlichen Halt des Regionalexpress RE5 geschuldet ist“, sagt der Schwaaner. Hintergrund: Der RE5 fährt von Rostock über Berlin bis nach Elsterwerda. Matuschek möchte, dass dieser Zug auch in Schwaan hält. Denn damit würden sich für viele Reisende aus der Schwaaner Region zusätzliche attraktive Verbindungen ergeben. Vor allem in die Bundeshauptstadt. Doch der RE5 hält zwar auf vielen kleineren Bahnhöfen. Bloß in Schwaan nicht. Die Bahn begründete das in der Vergangenheit damit, dass Reisende einen bestimmten Anschlusszug in Rostock dann nicht bekommen würden. Doch als die Bahn im vergangenen Jahr am Gleisnetz baute, war der Zwischenstopp in Schwaan auf einmal möglich.

Seitdem kurbelt Wolfgang Matuschek immer wieder, damit aus dieser Sonderlösung eine dauerhafte wird. Die aktuellen Passagierzahlen haben seinen Ehrgeiz erneut angestachelt, an dem Thema dranzubleiben. „Die Stadtvertreter haben mir ja auch diesen Auftrag mit auf den Weg gegeben“, sagt der Schwaaner.

Bei seinen Überlegungen spielen auch andere Projekte der Deutschen Bahn eine Rolle. Er wisse, dass ab Dezember 2019 die IC-Linie von Rostock über Berlin bis nach Dresden aufgenommen werden soll. „Deshalb sollte der Systemhalt des RE 5 in Schwaan in der Fahrplanerarbeitung vorgesehen und bedient werden“, fordert Wolfgang Matuschek. Parallel dazu wünsche er sich, dass die S-Bahn-Linien S2 und S3 getauscht werden. Die eine führt von Rostock nach Schwaan. Die andere nach Laage. „Am Wochenende halten der RE 1 und die S-Bahn-Linie 2 in Schwaan unmittelbar hintereinander. Die Züge halten aber nur im Zweistundentakt. Das ist nicht attraktiv“, so Matuschek. Ein Linientausch könnte nach Meinung des Schwaaners dazu führen, diesen Takt zu verkürzen.

„Ich weiß, das ist nicht kurzfristig für den nächsten Fahrplan zu realisieren. Aber vielleicht für den nächsten oder übernächsten“, gibt sich Wolfgang Matuschek weiterhin kämpferisch.


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