Bützow : Nicht alle Blütenträume reifen

Spaß im Heu: Johann wagt den Sprung vom Strohballen.
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Spaß im Heu: Johann wagt den Sprung vom Strohballen.

1670 Besucher beim gestrigen Erntefest in der Miniaturstadt / Vereinschefin wünscht sich mehr öffentlich-geförderte Arbeit

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25. September 2017, 09:00 Uhr

Im Herbst werden die Kücken gezählt, heißt ein Sprichwort. Der kalendarische Herbst hat am Freitag begonnen. Und so schaute der Miniaturstadtverein schon einmal auf die Früchte seiner Arbeit in diesem Jahr zurück und lud zum Erntefest nach Klein-Bützow ein. Mehr als 1650 Besucher strömten gestern wieder auf das Areal im Gewerbegebiet. Mit dieser Resonanz ist Vereinschefin Birgit Czarschka sehr zufrieden. Es zeige einmal mehr, dass die Angebote, die der Verein in und mit der Miniaturstadt bietet, großen Zuspruch erfahren.

„Es ist Wirtschaftsförderung in kleinem Maßstab. Die Leute kommen hierher, halten sich hier auf, tanken, essen, gehen vielleicht auch noch in die Stadt, kaufen dort etwas“, erzählt Birgit Czarschka. Der Verein könne auf 80 bis 90 Mitglieder und freiwillige Helfer zurückgreifen, viele von ihnen sind langzeitarbeitslos. Deshalb würde sich Birgit Czarschka auch mehr Unterstützung durch die große Politik wünschen. Erst dieser Tage sei wieder eine Frau zu ihr gekommen und habe nach Arbeit gefragt. Es seien Menschen, die keine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt haben. Hier müsse der Staat über den öffentlich geförderten Beschäftigungssektor einspringen. Seit Jahren wirbt die Vereinschefin und Geschäftsführerin der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft (BQG) für ihre Ideen. Auch bei Auftritten von Politikern vor der Bundestagswahl nutzte die Bernitterin immer wieder die Möglichkeit, den Finger in die Wunde zu legen.

Selbst ist der Verein immer wieder bemüht, neue Reizpunkte zu setzen. Fast sechs Jahre hat der Verein um die Idee vom Walddorf gekämpft. Es gab manchen bürokratischen Nackenschlag. Doch die Bützower sind am Ball geblieben. Nun sind die Vorbereitungen getroffen, damit in dieser Woche die Fundamente für die Häuser auf Stelzen gegossen werden können. „Mit unserem Architekten Hartmut Böhnke sind wir uns einig, dass ab dem kommenden Jahr dann hier Kindergruppen eine schöne Zeit verbringen können“, sagt Birgit Czarschka. Die Besucher des Erntefestes gestern konnten einen Blick auf die Baustelle werfen.

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