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Bützower Zeitung

18. Dezember 2017 | 21:40 Uhr

Bützow : Neustart bei der Tafel

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Nach einwöchiger Pause versorgten die Ehrenamtler gestern 28 Haushalte mit Lebensmitteln / Weitere Helfer werden gesucht

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Lachend räumten die ehrenamtlichen Helfer gestern die Lebensmittel zusammen. Die meisten Regale waren nach der halbstündigen Ausgabe leergeräumt. Obst, Gemüse und Brot wurde für die Lagerung vorbereitet. Nach einwöchiger Pause ist das Team der Bützower Tafel zurück. Die Stimmung gestern war ausgelassen und fröhlich – bei den Helfern und Betroffenen. „Es war heute sehr ruhig und sehr angenehm“, berichtet Christina Rohde, die kommissarisch die Aufgaben der krankgeschriebenen Vorstandsvorsitzenden Katja Köster übernimmt. „Die Helfer sind wieder motiviert“, so Rohde weiter.

Vor einer Woche sah die Situation noch ganz anders aus. Überlastung, Hektik und Verzweiflung herrschte. Auch Uneinigkeit im Team erschwerte die Situation. Konsequenz: Die Tafel schloss für eine Woche die Türen und ging am Montag wieder an die Arbeit. Die Fahrer besuchten die Partnermärkte, um Waren abzuholen. „Sie sind froh, dass wir wieder kommen“, so Rohde. Denn auch die Märkte bleiben sonst auf der Ware sitzen, müssen diese im Zweifel entsorgen.

Der Start war für das Team gestern unverkrampft. „Es war ein entspanntes Arbeiten“, so Rohde. Etwa 28 Haushalte holten Lebensmittel bei der Tafel. Deutlich weniger als an anderen Tagen, wo teilweise über 40 Haushalte versorgt wurden. Dass ein Ansturm ausblieb, lag womöglich daran, dass zunächst zwei Wochen Pause angekündigt waren. Den Ehrenamtlern war der überschaubare Ansturm nur recht, um die gemeinsame Arbeit zu koordinieren.

Derzeit werde maximal eine Woche im Voraus geplant, einfach weil die Situation jede Woche anders ist. Helfer können krank werden, aber auch Freiheiten möchte Christina Rohde dem Team nicht verwehren. Denn schließlich ist die Arbeit bei der Bützower Tafel nach wie vor eine rein ehrenamtliche Tätigkeit, die allen viel abverlangt. Zukünftig soll ein Dienstplan für Erleichterung sorgen. „Wir sind sehr positiv gestimmt“, sagt Christina Rohde zufrieden.

Darüber hinaus wurden auch die Rufe der Tafelmitarbeiter nach Unterstützung gehört. „Es haben sich Leute gemeldet“, berichtet Christina Rohde erleichtert. Dennoch wünscht sie sich weitere Helfer, um die Aufgaben auf viele Schultern zu verteilen.

Doch schon jetzt ist klar, dass das Team zusammenhält. „Es macht mehr Spaß, wenn man weiß, man steht nicht allein“, so Rohde und: „Ich brauche die Leute, die hinter mir stehen. Ohne ein gutes Team läuft hier gar nichts“

Nach der Ausgabe gestern gab es für die Helfer noch eine besondere Belohnung. Eine Frau hatte zum Dank eine Torte gebacken, die sich die Ehrenamtler bei einer Tasse Kaffee schmecken ließen.

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