Rühn : Neun „Eier“ und ein „Splitter“

Frank Treichels hilft Burghard Möller bei Anlegen der Ausrüstung. Die wiegt weit über 40 Kilogramm
1 von 5
Frank Treichels hilft Burghard Möller bei Anlegen der Ausrüstung. Die wiegt weit über 40 Kilogramm

Taucher bergen Munition aus dem zweiten Weltkrieg aus der Sülzpfuhl in Rühn

von
04. Dezember 2014, 19:07 Uhr

Rühn Neun Eierhandgranten und eine 10,5-Zentimeter-Splittergranate holten Mitarbeiter des Munitionsbergungsdienstes des Landes aus Schwerin gestern Vormittag aus dem Rühner Sülzpfuhl. Hobbytaucher aus Witzin und Güstrow hatten das Erbe aus dem Zweiten Weltkrieg am Wochenende in dem kleinen Gewässer am zurückliegenden Wochenende entdeckt (SVZ berichtete).

Gestern rückten nun die Spezialisten aus Schwerin an, um die Kriegshinterlassenschaften aus dem See zu bergen.  Gegen 9 Uhr steigt zunächst Frank Treichels in den See. Das Wetter meinte es dabei nicht so gut. Der Himmel zeigte sich grau. Somit gibt es auch wenig „Lichteinfall“. Auch wenn das Wasser von außen klar ausschaut. Ab 50 Zentimetern Tiefe sehe man nicht mehr viel. Eine Taucherlampe wird  mitgenommen.  Am Grund des Sees ist dann nur noch Schlamm“, erzählt Treichel, als er wieder am Ufer ist. Armtief sei die Schlammschicht. Und die wird aufgewirbelt, greift man einmal hinein. „Vieles geht nur übers Tasten“, so der erfahrene Taucher.  Vier Eierhandgranten hatte er an Land gebracht und einen Zünder.

An der  Löschwasserentnahmestelle, führte früher ein Steg ins Wasser. Ein Anwohner erzählt, es sei vor Jahren schon einmal Munition aus dem See geholt worden.

Dann steigt Burghard Möller ins kühle Nass. Nach  20 Minuten kommt er mit fünf Eierhandgranaten und der Splitterbombe an Land.  Der Kriegsschrott wird in Kisten verpackt und abtransportiert. Nach knapp drei Stunden ist alles erledigt. Ob noch mehr alte Munition im Sülzpfuhl liegt? Das kann keiner sagen. Der Schlamm ist zu mächtig. Die Taucher haben erst einmal alles mitgenommen, was sie entdeckt und ertastet haben. 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen