Bützow : Neue Wege für Alte Badeanstalt

Das gesamte Objekt steht seit zweieinhalb Jahren leer.
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Das gesamte Objekt steht seit zweieinhalb Jahren leer.

Stadt möchte 25 000 Euro investieren, um Suche nach einem Investor zu vereinfachen / Gespräche mit Kreditinstitut

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05. Januar 2016, 15:36 Uhr

Die Stadt möchte der Alten Badeanstalt am Bützower See neues Leben einhauchen. Doch nach Auffassung von Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) kann das nur gelingen, wenn sich die komplizierten Vertragsverhältnisse für das Objekt ändern. Deshalb sucht die Stadt jetzt neue Wege und hat 25 000 Euro in den städtischen Haushalt 2016 eingestellt

Das einstige beliebte Naherholungsobjekt bietet heute nur noch einen trostlosen Anblick. Seit über zwei Jahren steht es nun schon leer, nachdem die letzte Pächterin das Handtuch geworfen hat. Seitdem sind die Versuche gescheitert, einen neuen Pächter zu finden. Zumal auf dem Haus Schulden lasten. Die Ostseesparkasse hatte deshalb schon in den zurückliegenden zwei Jahren versucht, das Objekt im Zuge von Zwangsversteigerungen wieder an den Mann zu bringen. Doch diese Versuche blieben erfolglos.

Auch Christian Grüschow weiß, es gab zwar immer mal wieder Interessenten. „Wir hatten alle drei bis fünf Monate lose Anfragen, auch mit Ideen.“ Doch das sei dann aber immer wieder im Sande verlaufen. Hintergrund: Die Stadt ist zwar Eigentümer des Grund und Bodens. Jedoch müsste derjenige, der das Objekt von der Ospa erwirbt, auch in einen Erbbaupachtvertrag einsteigen. Und diese Konstellation sei einfach ungünstig, da es ohnehin einen erheblichen Investitionsbedarf für das Objekt gibt, sagt Grüschow. Die Ospa geht von einem Verkehrswert von 51 000 Euro für das Objekt aus, hatte bei der Zwangsversteigerung einen Betrag von mindestens 40 000 Euro angesetzt.

„Wir waren immer wieder mit der Ospa im Gespräch“, sagt Grüschow. Jedoch stellt der Verkehrswert eine zu hohe Hürde da. Nun würde man die 25 000 Euro investieren wollen, um das komplizierten Vertragsgeflecht zu entwirren. „Dann ist alles wieder in einer Hand“, erklärt Grüschow. Damit könnte sich dann auch die Position verbessern, bei Gesprächen mit potenziellen Interessenten. Wie es dann weitergeht, da möchte sich die Verwaltungschef nicht festlegen. Es gäbe verschiedenen Optionen. Man könnte verpachten oder auch komplett verkaufen. „Das hängt natürlich immer davon ab, was jemand dort vorhat, welches Konzept er verfolgt“, sagt Grüschow.

Deshalb könne man sich auch jetzt noch nicht festlegen, ob das Areal zum Bützower See künftig weiter für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Auch das könne erst geklärt werden, wenn es einen potenziellen Investor gibt.

Gebadet wird in der Alten Badeanstalt offiziell schon seit Ende der 1960er-Jahre nicht mehr. Danach wurden dort ein Kiosk und eine Bootsausleihe betrieben. Außerdem fanden regelmäßig Veranstaltungen statt.

Nach der Wende wurde das Objekt, rund 4900 Quadratmeter groß, verpachtet. In den zurückliegenden eineinhalb Jahrzehnten gab es einige Gaststätten, die von verschiedenen Pächtern betrieben wurde. So war der öffentliche Zugang zum See zumindest zu den Öffnungszeiten und bei Veranstaltungen gegeben.

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