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Bützow : Neue Satzung: Beiträge sollen gerechter werden

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Gemeinden passen sich neuen Erhebungen des Wasser- und Bodenverbandes „Warnow-Beke“ an

von
erstellt am 11.Apr.2016 | 21:00 Uhr

In den Gemeinden der Ämter Bützow-Land und Schwaan kommt derzeit keine Gemeindevertretersitzung um das Thema Gebühren des Wasser- und Bodenverbandes „Warnow-Beke“ herum. In dieser Woche steht dieser Punkt in Benitz und Kassow auf der Tagesordnung. Denn für die meisten Gemeinden, die dem Verband angehören, steigt der Beitrag im Vergleich zum Vorjahr, nachdem der Verband zum Jahreswechsel beschloss, seine Satzung zu ändern und die Beiträge neu zu berechnen. Es sei die erste Anpassung in etwa zehn Jahren.

Grundsätzlich habe sich die Bewertung der Nutzungsarten geändert und entsprechend der Abschlag erhöht oder gesenkt, erklärt Rüdiger Barz, Geschäftsführer des Verbandes.

Flächen die eine höhere Entwässerung bedürfen – also versiegelte Bereiche wie beispielsweise gepflasterte Parkplätze werden teurer. „Der Faktor ist von 50 auf 100 erhöht worden“, erklärt Barz. Dieser habe die Kosten damit an den Landesdurchschnitt angeglichen – „um dem Aufwand zu entsprechen“, begründet Barz. Denn das Niederschlagswasser müsse in andere Gewässer abgeleitet und dafür unter anderem Kanäle unterhalten werden, was einen höheren Arbeitsaufwand bedeutet. Im Vergleich „kann das Wasser auf dem Acker versickern“, verdeutlicht Barz.

„Andererseits haben wir den Abschlag für Gewässerflächen von 50 auf 20 Prozent gesenkt“, fügt Rüdiger Barz an. Denn diese erzeugten keine Mehrkosten. „Der Gedanke dahinter war, dass es sich untereinander aufwiegt“, so Barz. Die Bewertung der jeweiligen Flächen sei dem Aufwand für den Verband entsprechend neu bewertet und die Beiträge nach diesem Maßstab festgelegt worden – ein gerechteres System, so der Geschäftsführer des Verbandes.

Dass die Beiträge erst jetzt konkret errechnet werden konnten, begründet er mit einer neuen Software, die erst nach Beschluss der neuen Satzung im Dezember fertiggestellt wurde. Grundlage der Kostenberechnung sind 6,80 Euro je Hektar, die je nach Nutzungsart aufgerechnet werden. „Das ist ein recht kompliziertes System“, gibt Barz zu, dass hinter den Zahlen viele Fakten stehen, die erst zusammen eine Summe ergeben.

Dass es für die Gemeinden meist teurer wird, liegt darin begründet, dass die Gewässerflächen, die nun günstiger werden, zumeist in Privatbesitz sind, die Städte und Dörfer also nicht profitieren. „Die Anteile steigen, weil die Flächen der Gemeinden eher versiegelt sind“, bringt es Barz auf den Punkt. „Sie können den höheren Beitrag aber auf mehr Eigentümer umsetzen“, fügt er an. Denn „die Stadt ist ja nur Umlagemechanismus unseres Beitrags.“ Die Gemeinden passen nun ihrerseits ihre Satzungen zur Erhebung von Gebühren zur Deckung der Verbandsbeiträge an.

„Das ist einfach notwendig, damit die Gemeinde keinen Nachteil aus der Erhöhung hat“, erklärte zuletzt Hans Liesegang, Bürgermeister Zepelins, bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Denn nicht nur in Zepelin wurde beschlossen, die zusätzlichen Kosten weiterzugeben und eine Verwaltungsgebühr über zehn Prozent zu berechnen, um den eigenen Aufwand für die Umlage einzufordern.

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