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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 21:03 Uhr

Werle : Neue Obstwiese mit alten Sorten

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Auf dem Elisabeth-Hof in Werle kümmern sich die Mitarbeiter in Zukunft um 60 Apfelbäume

von
erstellt am 14.Mär.2017 | 09:00 Uhr

Auf dem Elisabeth-Hof der Güstrower Werkstätten in Werle gibt es jetzt einen neuen Arbeitsbereich: Gestern wurde der erste Spatenstich für die neue Streuobstwiese auf dem Gelände gesetzt. Ist erstmal alles fertig, werden sich insgesamt 60 Apfelbäume auf einer Fläche von einem Hektar erstrecken. Gefördert wird die Streuobstwiese von der Allianz Umweltstiftung und dem Projektpartner Nature Life International. „Die Mutter eines unserer Mitarbeiter ist auf die Aktion aufmerksam geworden und hat den Kontakt zu uns hergestellt“, sagt Stefan Cruße, der Abteilungsleiter für den Bereich Nahrungsmittelproduktion und Vermarktung bei den Güstrower Werkstätten. Das Anlegen einer Obstwiese sei in der Neukonzipierung des Hofes von vornherein mit einbezogen gewesen, die Förderung habe ihnen dann sehr gut in die Karten gespielt, berichtete Stefan Cruße.

Um die Pflege und Bewirtschaftung der Streuobstwiese, die vornehmlich aus alten Apfelbaumsorten wie dem Altländer Pfannkuchenapfel besteht, kümmern sich die Mitarbeiter. „Es ist eine gute Erweiterung unseres Arbeitsangebotes auf dem Hof“, erklärte Stefan Cruße. Geschäftsleiter Hans-Martin Goeritz betonte, dass sich durch dieses Angebot die Attraktivität des Elisabeth-Hofes in Zukunft noch steigern werde.


Mitarbeiter begeistert vom Projekt


Den ersten Spatenstich übernahmen gestern Andreas Lubitz und Andreas Eisenblätter. Beide sind Mitarbeiter auf dem Elisabeth-Hof und zeigten sich von dem Projekt begeistert. „Wir freuen uns jetzt schon auf eine hoffentlich erfolgreiche Ernte“, sagte Andreas Eisenblätter, der auf dem Hof in der Landwirtschaft tätig ist, aber auch oft in der Gärtnerei aushilft. Bei der Betreuung der Streuobstwiese werde er aktiv mitmachen, so der Güstrower. Andreas Lubitz ist für den Verkauf der Erzeugnisse des Hofs zuständig. Die Streuobstwiese werde den Verkauf sicher weiter ankurbeln, sagte er. „Die Kunden fragen sehr oft nach Äpfeln.“

Auch Hans-Joachim Lang, Bürgermeister der Gemeinde Kassow, ließ es sich nicht nehmen, beim ersten Spatenstich auf der Wiese dabei zu sein. „Es ist immer gut, wenn etwas Neues entsteht. Ich finde es wichtig, dass die Werkstätten auch die Möglichkeit bekommen, solche Projekte wie die Streuobstwiese gefördert zu bekommen“, sagte Lang.

Damit am Ende auch alles klappt, wird es in Zukunft auch Schulungen für die Mitarbeiter geben, etwa für den richtigen Obstbaumschnitt.

Auf dem Elisabeth-Hof arbeiten derzeit 22 Menschen mit Behinderung, die von drei Gruppenleitern betreut werden.

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