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Bützower Zeitung

24. November 2017 | 16:20 Uhr

Schwaan : Neue Brücke bekommt ihre Flügel

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Warnowquerung erneut zwei Wochen gesperrt / Straßenbauamt informiert über weiteren Bauablauf

svz.de von
erstellt am 28.Jan.2015 | 19:58 Uhr

Ab Montag wird es spannend rund um die neue Warnowquerung in Schwaan. Denn  in den kommenden zwei  Wochen nimmt die Brücke mit der Montage der Überbaustahlkonstruktion sichtlich Form an. Die anstehenden Arbeiten gehen jedoch mit einer 14-tägigen Vollsperrung einher.

 Schwaans Bürgermeister Mathias Schauer informierte dazu am Dienstagabend in der Aula der Prof.-Franz-Bunke-Schule gemeinsam mit Ronald Normann, Leiter des Straßenbauamtes Güstrow, und Michael Eichert, Sachgebietsleiter konstruktiver Ingenieurbau des Autobahnamtes Güstrow,   über den weiteren Ablauf der Bauarbeiten während und nach der Vollsperrung.

Brückenteile sind  bereits auf dem WegZum Wochenauftakt bezieht auf der östlichen Uferseite ein 500-Tonnen-Kran Position. Die Behelfsbrücke ist in dieser Zeit  unpassierbar.  Der Kran ist nötig, um  vier große Hohlkastenteile auf die Brücke zu heben, die sich bereits mit Schwerlasttransportern auf dem Weg nach Schwaan befinden. Hergestellt werden die Brückenteile in Ungarn und müssen  zunächst 1300 Kilometer bis an ihren Bestimmungsort zurücklegen.

 Die jeweils knapp 50 Tonnen schweren Hohlkästen werden  jeweils an den Seiten des Brückengerüstes platziert. Zwei aneinanderliegende Teile überspannen dann jeweils die Warnow und dienen nach Fertigstellung als Gehwege  seitlich der Fahrbahn.    Bis Mittwoch sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Es folgen erste Schweißarbeiten und deren Prüfung.

In der gleichen Woche verschwindet der riesige Kran wieder. An seine Stelle rückt wenige Tage später ein etwas kleinerer, kostengünstigerer Kran mit noch 200 Tonnen Traglast, der  die übrigen Arbeiten ausführt. Dieser hebt die Fachwerke ein, darunter die Schwanenflügel, die der Brücke ihre markante Form des Flügelschlags geben.

Hat die Brücke erst einmal ihre endgültige Form, stehen Feinarbeiten an. Die Vollsperrung ist dann jedoch nicht mehr nötig. Aber:„Es wird weiterhin zu Behinderungen kommen“, kündigte Eichert an.  Da in der verbleibenden Bauzeit ein mobiler Kran zum Einsatz kommt, werde es jedoch nur vereinzelt  nötig sein, die Behelfsbrücke kurzzeitig für den Verkehr zu sperren.

Nachdem die Schweißarbeiten am Überbau beendet sind, folgt der nächste Schritt: das Auflegen der Betonfertigteile. „Die sind derzeit auch schon in der Produktion“, verrät Eichert.  Bei der Abdichtung seien jedoch bestimmte Temperaturen nötig. „Es kann sein, dass zwei bis drei Tage nichts passiert, wenn die Witterung es nicht zulässt“, erklärte Eichert. Parallel dazu werden auch die Stützwände auf der Ost- und Westseite fertiggestellt.

„Diese ganzen Arbeiten werden dauern“, gab Bürgermeister Mathias Schauer  zu bedenken. Die Beeinträchtigungen seien für alle spürbar gewesen. Aktuell seien jedoch alle Arbeiten voll im Plan. 

Finale Verkehrsfreigabe erst im Dezember Zuletzt  – dann klopft wahrscheinlich bereits der Herbst an die Tür –   bringen die Arbeiter den Fahrbahnbelag auf und stellen die Anschlüsse an beiden Fahrbahnseiten her, sodass die neue Brücke in Betrieb genommen werden kann. Erst wenn der Verkehr über die neue Brücke läuft, steht die Demontage der Behelfsbrücken an. Zu den abschließenden Arbeiten gehören zudem Maßnahmen  zur Wiederherstellung der Böschung und Uferbereiche. Die vollständige Verkehrsfreigabe soll im Dezember erfolgen.

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