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Bützower Zeitung

11. Dezember 2017 | 11:08 Uhr

Bützow : Neue Bäumen sollen fallen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Nach Änderung des Bebauungsplanes in der Wismarschen Straße stören Ahornbäume Eigenheimbauer. Stadt sucht nach Lösungen

svz.de von
erstellt am 01.Feb.2016 | 08:00 Uhr

Ein Häuslebauer in der Wismarschen Straße Süd hat jetzt beantragt, mehrere Ahornbäume zu fällen. Die stehen auf seinem Grundstück. Gepflanzt wurden die Bäume vor einigen Jahren aber von der Stadt. Da ahnte noch keiner, dass das einmal Bauland für Eigenheime sein wird. Denn die Stadt hatte seinerzeit in diesem Bereich anderes vor.

In jenem Bereich, in dem jetzt Einfamilienhäuser entstehen, sollten einmal dreigeschossige Reihenhäuser errichtet werden. So jedenfalls war zunächst der Bebauungsplan aufgestellt worden. Als die ersten Erschließungmaßnahmen in den Wohngebiet begannen, gab es, wie bei jedem Bauvorhaben, die Auflage, Ausgleichspflanzungen vorzunehmen. So wurden rund 40 Ahornbäume am Rande des Bebauungsgebietes gepflanzt.

Doch für die Reihenhäuser gab es keinen Investor, jedoch immer wieder Nachfragen nach Standorten für Eigenheime. Also änderte die Stadt den Bebauungsplan für diesen Bereich. Mit Erfolg. Denn mittlerweile sind fast alle Bauplätze vergeben. Lediglich vier sind noch offen.

Doch mit der Neuvermessung der Grundstücke rückten die einst gepflanzten Bäume nun auf die Bauflächen, erklärte Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich auf der Sitzung des Hauptausschusses.

Frank Schröder (CDU) meinte: „Ich hätte damit kein Problem, wenn die fünf Bäume gefällt werden. Man kann sicherlich fünf Obstbäume als Ersatz pflanzen.“ Bürgermeister Christian Grüschow erinnerte an den Gleichheitsgrundsatz. Es gehe nicht nur um diese fünf Bäume, sondern um alle 40. Denn auch andere Häuslebauer könnten ja einen solchen Antrag stellen. Deshalb müsse man sich im Gremiun einig sein, wie man insgesamt mit der Situation umgehe.

Ralf-Peter Katzer (UBB) kann den Bauherren verstehen. Die Bäume wachsen sehr hoch. „Bei Dreigeschossern wären sie sicherlich kein Problem“, sagt Katzer. Doch auf einem Grundstück eines Eigenheimes nehmen sie doch eine Menge Licht weg.

Auch er sprach sich dafür aus, das Fällen zu genehmigen und Ausgleichspflanzungen anzustreben. Das müsse in enger Zusammenarbeit mit der Naturschutzbehörde erfolgen. „Sie können sie abnehmen und dann auf ihre Kosten Ausgleichspflanzungen vornehmen“, sagt auch Wolfgang Wehrmann (EB).

Für diesen Weg plädiere auch die Stadt, sagt Doris Zich. Die stehe natürlich unter der fachlichen Kontrolle der Naturschutzbehörde. Man müsse schauen, wo solche Ausgleichspflanzungen erfolgen können, denn „unsere Flächen sind begrenzt“ sagt Doris Zich. Möglicherweise biete sich ja der Rosengarten an.

Man solle das Einvernehmen mit dem Bauherren herstellen unter der Prämisse, das diese mit Unterstützung der Stadt „adäquate Ausgleichspflanzungen“ vornehmen, fasste Bürgermeister Christian Grüschow die Debatte zusammen.

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