zur Navigation springen

Kunst Offen : Natur gibt der Kunst einen Rahmen

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Eva Güthoff kam mit ihren Gästen über ihre Skulpturen ins Gespräch. Ursula Banse begrüßt Urlauber aus der Ferne

von
erstellt am 17.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Am Pfingswochenende luden zahlreiche Kunstschaffende in ihre Werkstätten, Galerien und Ateliers ein. In Eickhof begrüßte die Künstlerin Eva Güthoff ihre Gäste inmitten ihres Skulpturengartens. Der Name versprach dabei nicht zu viel, denn zahllose Kunstwerke aus grobem Steinmetzton zogen die Blicke auf sich. Zahlreiche Besucher gingen hier ein und aus.

Ergänzt wurden die Skulpturen durch Naturbilder ihres Mannes Gerhard, der die Besucher genauso herzlich durch die Ausstellung leitete, wie Eva Güthoff selbst. Die Werke seiner Frau erklärte er dabei ebenso gern, wie seine eigenen. So gab es beispielsweise eine schöne Aufnahme einer riesigen Baumwurzel zu sehen, die durch ein Loch den Blick auf den saftig grünen Wald freigibt. „Ich war von der Gesamtkonstellation so begeistert“, erklärte der Hobbyfotograf. Daneben war eine Reflexion zu sehen, die den Betrachter herausforderte herauszufinden, wo der Baumstamm das Wasser tatsächlich berührt, und wo die Spiegelung beginnt. „Man denkt fast, dass es eher ein Gemälde ist als ein Foto“, sagte Gerhard Güthoff und zeigte gleich darauf einen Baumstamm, der von einem Biber bearbeitet wurde.

Doch auf die Arbeit seiner Frau ist er besonders stolz. Aus dem groben Ton und ganz ohne Vorlage fertigte sie ihm einen Bären, der ebenfalls ausgestellt war.


Paddler von der Warnow gelockt


„Den Ton gibt es nur in weiß, schwarz und terrakotta“, erklärte die Künstlerin. Die Besucher schätzten die besondere Atmosphäre auf dem Grundstück. „Ich finde es sehr interessant, dass ’Kunst Offen’ hier auch in der Natur stattfindet. Die Orte an denen wir waren, hatten alle die Natur als Rahmen. Das ist besser als eine sterile Galerie“, sagte Pit Jännerswein aus Güstrow.

Auch die Eickhoferin Ursula Banse hatte zu „Kunst Offen“ eingeladen. Auf ihrem Hof waren farbenfrohe Malereien zu sehen.

Viele Besucher gehen hier regelmäßig ein und aus. „Ich bin fast jedes Jahr hier. Mir gefällt ihre Malweise und die Farben, aber auch die Verbindung zu den Gedichten“, sagt die Warnowerin Christa Bartel.Vor allem die Atmosphäre in den Ateliers gefalle ihr sehr gut, genauso wie die Möglichkeit sich mit den Kunstschaffenden auszutauschen.

Aufgrund der Nähe zur Warnow hatte Ursula Banse auch am Wasser ein Schild aufgestellt. Mit Erfolg – viele Kanuten nutzten die Gelegenheit, so dass die Künstlerin Urlauber aus Nordrhein-Westfahlen, Hamburg, Lübeck und Berlin begrüßen konnte. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Banse, denn ihre Gäste ließen sich gern auf Gespräche zu den Bildern ein, die häufig ernste Themen aufgreifen. „Den Leuten gefällt vor allem die Farbigkeit“, so Ursula Banse.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen