Forstamt Güstrow : Nächste Winter kommt bestimmt

ulrich behrens
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Brennholzversteigerung am Sonnabend im Forstamt Güstrow / Im Angebot waren 400 Raummeter

svz.de von
09. März 2014, 13:38 Uhr

Der nächste Winter kommt bestimmt, sagten sich zahlreiche Besitzer von Holzheizungen und Kaminen und machten sich am Sonnabendvormittag auf den Weg ins Forstrevier Kirch Rosin I. In das Reich von Revierförster Sven Schmiedeberg hatte das Forstamt Güstrow zu seiner jährlichen Holzversteigerung eingeladen.

Amtsleiter Ralf Neuß wollte insgesamt 400 Raummeter in 34 Lose aufgeteiltes Brennholz unter den Hammer bringen. Das kleinste Los umfasste 3,67, das größte 26,80 Raummeter.

Der überwiegende Anteil entfiel auf Buche, es gab aber auch zwei Kiefern- und einen gemischten Polter im Angebot. „Ein Raummeter besteht aus zirka 60 Prozent Holz und 40 Prozent bester Kirch Rosiner Waldluft“, erläuterte der Amtsleiter launig und hatte auch das Datum nicht vergessen: jede Frau, die in den Wald gekommen war, erhielt aus seiner Hand Blumen zum Frauentag.

Zum Start rief Ralf Neuß ein 4,32 Raummeter großes Buchenholzlos für 135 Euro auf. In Fünf-Euro-Schritten ging es aufwärts. Der Hammer des Forstamtsleiters fiel schließlich bei 150 Euro. Den Zuschlag erhielten Roland und Eveline Maute aus Wattmannshagen. „155 Euro hatten wir uns als oberste Grenze gesetzt, da wären wir ausgestiegen. Gut, dass es gleich auf Anhieb geklappt hat“, freute sich das Paar.

Norbert Müller aus Lüssow hatte sich für das kleinste Los entschieden. „Ich habe einen kleinen Holzvergaserofen. Darin verbrenne ich hauptsächlich Kiefer aus dem eigenen Waldstück, aber die Buche, die ich hier ersteigert habe, verlängert die Brenndauer“, erklärte er, zufrieden mit seinem Einkauf.

Das Forstamt Güstrow umfasst eine Fläche von knapp 18 000 Hektar, etwa 5800 Hektar entfallen davon auf Landeswald.

In den sieben Revieren wachsen zu knapp 60 Prozent Nadelgehölze, um die 15 Prozent entfallen auf Buche und Eiche, erklärte der Forstamtsleiter. Und so sehr er sich über das schöne Wetter in den letzten Wochen freute, so galt seine Sorge ebenso dem fehlenden Niederschlag. „Wir haben ein großes Niederschlagsdefizit, auch das Wasser aus der Schneeschmelze fehlt in diesem Jahr. Es ist absolut zu trocken und das wird uns noch vor einige Probleme stellen“, sagte er voraus.



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